Die Organización Nacional de Trasplantes (ONT) hat am 22. September 2026 aktuelle Zahlen zum Registro Español de Donantes de Médula Ósea (REDMO) veröffentlicht. Demnach waren bis Ende August 2026 insgesamt 532.996 Personen im spanischen Knochenmarkspenderregister verzeichnet. In den ersten acht Monaten des Jahres kamen 18.766 Neuregistrierungen hinzu, im Durchschnitt 77 pro Tag. Die ONT gab die Daten anlässlich des Weltknochmarkspendertags bekannt.
Das REDMO wird in Spanien von der Fundación Internacional Josep Carreras betrieben. Die ONT betont, dass etwas mehr als die Hälfte der registrierten Personen jünger als 40 Jahre ist. Dieses demografische Profil erhöht die Wahrscheinlichkeit, für Patientinnen und Patienten einen kompatiblen Spender zu finden, weil Jüngere in der Regel bessere medizinische Voraussetzungen mitbringen. Die gemeldeten Kenngrößen decken sich mit parallel verbreiteten Angaben spanischer Fach- und Nachrichtenmedien.
Die Ausweitung des Registers ist Teil eines längerfristigen öffentlichen Programms, das von der ONT koordiniert und gemeinsam mit regionalen Blut- und Gewebediensten sowie der Fundación Josep Carreras umgesetzt wird. Unter dem Plan Nacional de Médula Ósea verfolgt Spanien das Ziel, die Suche nach nicht verwandten Spenderinnen und Spendern zu beschleunigen, das Matching zu verbessern und Abläufe zwischen Kliniken, Logistik und Registern zu standardisieren. Amtliche Vereinbarungen und Zuständigkeitsregelungen im Boletín Oficial del Estado dokumentieren die Zusammenarbeit und regelmäßige Aktualisierungen der Verfahren. Im Jahr 2025 wurden nach ONT-Angaben 24.829 neue Personen in das Register aufgenommen; zugleich nahm die Zahl der tatsächlich durchgeführten hämatopoetischen Transplantationen zu.
Die aktuellen Zahlen stärken die inländische Versorgung, weil ein größerer Spenderstamm die Chance erhöht, passende Treffer innerhalb Spaniens zu finden. Das kann Abhängigkeiten von internationalen Registern verringern und zeitliche sowie finanzielle Belastungen mindern. Zugleich weist die ONT auf strukturelle Grenzen hin: Nicht jede registrierte Person kommt letztlich für eine Spende in Betracht. Altersgrenzen, Gesundheitskriterien und der Zeitablauf reduzieren die Verfügbarkeit, zudem bleibt die Aktivierung registrierter Spenderinnen und Spender eine praktische Herausforderung. Vor diesem Hintergrund betont die ONT die Bedeutung kontinuierlicher Aufklärung und der Verjüngung des Registers, um die Versorgung von Menschen mit Leukämien und anderen hämatologischen Erkrankungen nachhaltig zu sichern.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).