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Spanien veröffentlicht Drogenstatistik 2025: Mehr Hachís, deutlich weniger Kokain sichergestellt

Das Ministerio del Interior hat die Estadística Anual sobre Drogas 2025 vorgelegt: Hachís-Beschlagnahmen stiegen auf 257 Tonnen (+29 %), Kokainrückgänge um 37 %. Insgesamt wurden 370 Tonnen Drogen sichergestellt.

Das Ministerio del Interior hat am Mittwoch die vom Centro de Inteligencia contra el Terrorismo y el Crimen Organizado (CITCO) erstellte Estadística Anual sobre Drogas 2025 veröffentlicht. Demnach wurden im vergangenen Jahr in Spanien 257 Tonnen Hachís sichergestellt, ein Anstieg um 29 Prozent gegenüber 2024. Zugleich gingen die Kokainbeschlagnahmen um 37 Prozent zurück. Insgesamt summierten sich die Sicherstellungen über alle relevanten Stoffe auf rund 370 Tonnen.

Neben den großen Mengen an Hachís und Kokain listen die Behörden zahlreiche weitere Funde auf: darunter 875.000 Cannabispflanzen, 658.000 Ecstasy-Tabletten, 679 Kilogramm Kristall (Methamphetamin) sowie geringere Volumina anderer im illegalen Markt auftauchender Substanzen wie anaboler Präparate oder Heroin. Die Daten werden von CITCO auf der Basis der Meldungen der Polizeikräfte zusammengeführt.

Das Innenministerium führt den Rückgang der Kokainmengen auf verstärkte Ermittlungen und Kontrollen entlang maritimer Routen über den Atlantik zurück. In dieser Lesart spiegelt die Statistik Erfolge gegen groß angelegte Schmuggelnetzwerke, etwa auf Frachtschiffen und schnellen Booten. Diese Deutung ist eine behördliche Zuschreibung; sie belegt Einfluss polizeilicher Maßnahmen auf Interdiktionserfolge, sagt für sich genommen jedoch nichts über Angebot, Nachfrage oder Reinheitsgrade im Binnenmarkt aus.

Trotz des prozentual deutlichen Zuwachses bleiben die Hachís-Mengen nach offizieller Einordnung im unteren Bereich der historischen Zeitreihe. Das weist darauf hin, dass sich Schmuggelrouten und Taktiken dynamisch verändern. Spanien gilt weiterhin als wichtiger Einstiegspunkt in die Europäische Union – bei Hachís vor allem über die Gibraltarstraße, bei Kokain über den Atlantik.

Sicherheitsbehörden betonen, dass Jahreswerte stark von wenigen Großfällen geprägt sein können. Beschlagnahmestatistiken messen daher primär die Wirksamkeit der Strafverfolgung in einem bestimmten Zeitraum und nur indirekt das Marktgeschehen. CITCO und die eingesetzten Polizeikräfte – insbesondere Policía Nacional und Guardia Civil – verweisen deshalb auf mehrjährige Betrachtungen, um Trends belastbar zu identifizieren.

Mit der nun vorgelegten Estadística Anual sobre Drogas 2025 liegt ein aktueller Bezugspunkt für die Bewertung der spanischen Drogenlage vor. Die nächsten Monate werden zeigen, ob der Rückgang bei Kokain und der Anstieg bei Hachís strukturell sind oder ob es sich um kurzfristige Ausschläge in Folge einzelner Operationen handelt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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