Politik

Spanien verlängert staatliche Waldbrandkampagne bis 31. Oktober 2026

Das Centro de Coordinación Operativa Integrado hat am 29. September 2026 die staatliche Kampagne zur Prävention und Bekämpfung von Waldbränden bis zum 31. Oktober 2026 verlängert. Entscheidung und Lageeinschätzungen beruhen auf offiziellen Angaben des…

Die spanische Regierung hat die landesweite Kampagne zur Prävention und Bekämpfung von Waldbränden für 2026 bis zum 31. Oktober 2026 verlängert. Das Centro de Coordinación Operativa Integrado (CECOD) traf die Entscheidung in der Sitzung der Secretaría General de Protección Civil y Emergencias am 29. September. Begründet wird die Maßnahme mit einer anhaltend hohen Gefahrenlage infolge extremer Temperaturen, langanhaltender Trockenheit und komplexer Einsatzlagen. Die Lage werde fortlaufend überprüft; eine Rückkehr in den Regelbetrieb sei erst denkbar, wenn das generelle Risiko deutlich gesunken sei.

Die staatliche Wetterbehörde AEMET hatte bereits im Vorfeld hohe Temperaturen und geringen Niederschlag vorhergesagt; diese Prognosen haben sich nach Angaben des Innenministeriums bestätigt. Nach offiziellen Zahlen wurden seit dem 1. Januar 2026 insgesamt 8.122 Waldbrände registriert; die betroffene Fläche liege bei 275.209 Hektar, rund 151 Prozent über dem Zehnjahresdurchschnitt. Die Krise habe sich in mehreren großen Episoden konzentriert: Bislang wurden 45 als große Waldbrände (GIF) klassifiziert, die etwa 221.000 Hektar betrafen und damit knapp 80 Prozent der Gesamtfläche ausmachten.

Erstmals wurde in diesem Sommer die Situación Operativa 3 für Waldbrände ausgerufen; die Erklärung der nationalen Notlage erfolgte am 23. Juli. Virginia Barcones, die Generalsekretärin für Protección Civil y Emergencias, leitete das CECOD und hob die Herausforderungen für Koordination und Einsatzsteuerung hervor. Im Zuge der aktivierten Lage wurden umfangreiche staatliche Mittel mobilisiert, darunter Einsätze der Unidad Militar de Emergencias (UME) mit rund 1.300 Kräften sowie Dutzende Luft- und Bodeneinheiten aus staatlichen und internationalen Kontingenten.

Die CECOD-Bilanz nennt zudem humanitäre Folgen: 63.152 Personen wurden evakuiert, 35.073 Menschen waren zeitweise in ihren Orten eingeschränkt, und 6.418 Personen benötigten vorübergehend Unterbringung. Insgesamt meldet die Regierung 21 Todesfälle infolge von Bränden und 70 Verletzte. Die Behörden betonen weiterhin Prävention, frühzeitige Detektion und schnelle Erstangriffe als zentrale Maßnahmen und kündigen an, die Kampagne nach Wetter- und Lageentwicklung zu beenden.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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