Fundación Mapfre und die Asociación Profesional de Técnicos de Bomberos (APTB) haben am 26. Oktober 2026 in Madrid den Bericht „Víctimas de incendios en España 2025“ vorgelegt. Demnach starben in Spanien im Jahr 2025 insgesamt 226 Menschen bei Bränden oder Explosionen. Das entspricht einem Rückgang um 3,4 Prozent gegenüber 2024. Die Auswertung beruht laut Bericht auf Daten der Gerichtsmedizin und weiterer amtlicher Stellen.
Die meisten Todesfälle ereigneten sich in der eigenen Wohnung: 165 Menschen, also 73 Prozent aller Opfer, kamen in Wohngebäuden ums Leben. Als häufigste unmittelbare Todesursache weist die Studie Rauch- und Gasvergiftungen aus; 158 Personen starben daran. Verbrennungen waren die zweithäufigste Ursache mit 46 Todesopfern. Wo die Brandursache festgestellt werden konnte, überwiegen technische und elektrische Auslöser, gefolgt von unsachgemäßer Nutzung von Wärme- und Feuerquellen.
Der Bericht beschreibt klar umrissene Risikogruppen. Menschen über 64 Jahre stellen fast die Hälfte der in Wohnungen Verstorbenen; ihr Anteil liegt bei 48,5 Prozent. Männer sind im Gesamtbild der Ereignisse deutlich überrepräsentiert und machen fast 70 Prozent der Todesopfer aus. Ein besonders starker Faktor ist die Haushaltskonstellation: Alleinlebende sind demnach deutlich stärker gefährdet, im Brandfall zu sterben. Die Analyse beziffert das relative Risiko, allein im Haushalt, als vielfach erhöht, weil in der kritischen Phase Hilfe fehlt und die Alarmierung verzögert werden kann.
Die Autoren verknüpfen die Befunde mit konkreten Empfehlungen. Genannt werden der konsequente Einbau und die Wartung von Rauchwarnmeldern in Wohnungen, zielgenaue Präventionskampagnen für ältere Menschen und Alleinlebende sowie Aufklärung zur sicheren Nutzung elektrischer Geräte und von Heizquellen. Zudem regen APTB und Fundación Mapfre lokale Programme an, um besonders betroffene Regionen und Bevölkerungsgruppen mit Hausbesuchen, technischen Checks und sozialer Ansprache zu erreichen.
Die Veröffentlichung bestätigt damit einen zweiten Rückgang der jährlichen Todeszahlen in Folge, betont jedoch die weiterhin hohe Verwundbarkeit in der häuslichen Umgebung. Aus den präsentierten Daten leiten die Institutionen keinen Automatismus für kommende Jahre ab; die vorgeschlagenen Maßnahmen richten sich ausdrücklich auf Prävention und Risikominderung im Bestand. Für die Bewertung von Trends verweisen die Verfasser auf die nächste Berichtsperiode und eine fortlaufende, behördlich gestützte Datenerhebung.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).