Die spanische Regierung hat den 5. November 2026 als Starttermin für die erste Phase von Ausstrahlungen in Ultra-hoher Auflösung im terrestrischen Fernsehen verbindlich festgelegt. Die Einzelheiten stehen in einer am 23. Juli 2026 veröffentlichten Resolution der Secretaría de Estado de Telecomunicaciones e Infraestructuras Digitales, die im Boletín Oficial del Estado bekannt gemacht wurde. Kernpunkt ist die Einführung von Programmen in Ultra-hoher Auflösung über die Übertragungsnorm DVB-T2 im staatlichen múltiple digital RGE2.
Die Maßnahme ist als gestufte Umstellung angelegt. Faktisch bedeutet sie, dass ab dem 5. November 2026 einzelne staatliche Programme in Ultra-hoher Auflösung auf RGE2 senden, während weitere Kanäle erst in späteren Phasen migrieren. Ein vollständiger Systemwechsel sämtlicher Programme auf DVB-T2 erfolgt zu diesem Zeitpunkt ausdrücklich nicht. Abweichungen vom Zeitplan müssten formal erneut im Boletín Oficial del Estado veröffentlicht werden.
Für Netzbetreiber ergeben sich Planungsaufgaben bei der Neuzuordnung von Kapazitäten, der Frequenzkoordination und der Anpassung von Sendernetzen. In offiziellen Unterlagen genannte Standorte wie die Sendeanlage Peña Cabarga in Kantabrien illustrieren die technische Einbindung; die tatsächliche Abdeckung bleibt von regionalem Netzausbau und Koordination abhängig. Zudem sollen HbbTV-Dienste in Erprobungskanälen einbezogen werden.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher gilt: Neue Empfangsgeräte müssen gemäß dem nationalen Plan für das digitale Antennenfernsehen grundsätzlich DVB-T2 und die Decodierung von Ultra-hoher Auflösung unterstützen. Haushalte mit älteren Fernsehern können die neuen Signale nur über geeignete Set-Top-Boxen oder nach Geräteaustausch empfangen. Hinweise zur Anpassung von Gemeinschaftsantennen sollen über Informationskampagnen bereitgestellt werden. Konkrete finanzielle Unterstützungsprogramme für private Haushalte sind nach jetzigem Stand nicht bundeseinheitlich geregelt und liegen im Ermessen nationaler und autonomer Behörden.
Die Regierung begründet den Schritt mit der technischen Modernisierung der terrestrischen Ausstrahlung und der Vorbereitung auf künftige Migrationen. Branchenvertreter verweisen zugleich auf offene Punkte wie die regionale Abdeckung, die Feinabstimmung zwischen Sendern sowie die rechtzeitige Verbraucherinformation. Der 5. November 2026 markiert damit einen verbindlichen Etappentermin, an dem Ultra-hohe Auflösung über DVB-T2 im staatlichen Multiplex RGE2 in Betrieb geht, während die flächendeckende Umstellung weiterhin schrittweise erfolgen soll.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).