Nach jüngsten Medienberichten über neue Radarkameras gegen illegales Überholen ergibt die Prüfung amtlicher Informationen: Spaniens Dirección General de Tráfico setzt derzeit vor allem auf Luftüberwachung und Videoauswertung, um gefährliche oder verbotene Überholmanöver zu dokumentieren. Eine offizielle Mitteilung über einen landesweiten Rollout spezieller, automatischer Überholradare liegt Stand heute nicht vor.
Die DGT beschreibt in ihren aktuellen Übersichtsseiten zu Überwachungsgeräten und Kontrollstrecken den Einsatz stationärer und mobiler Kameras sowie die Auswertung von Bildmaterial zur Ahndung von Verstößen. Zentrale Bausteine sind die Luftmedien der Behörde, bekannt unter dem Namen Pegasus. In einer Mitteilung vom 28. Juni 2026 hebt die DGT die Luftüberwachung ausdrücklich als Mittel hervor, um riskantes Verhalten aus der Vogelperspektive beweissicher festzuhalten. Die weitere Verfolgung erfolgt je nach Schwere des Verstoßes durch die Agrupación de Tráfico der Guardia Civil.
Neben Geschwindigkeitsmessungen greifen die Behörden punktuell auf Spezialinstallationen zurück, die Fahrstreifenwechsel, das Überfahren durchgezogener Fahrbahnmarkierung oder das Verhalten an gefährdeten Abschnitten erfassen. Solche Anlagen sind nach DGT-Darstellungen und öffentlich einsehbaren Geräte- und Streckenlisten örtlich begrenzt und werden risikoorientiert platziert. Auch die fest an Straßen verbauten Verkehrskameras der DGT dienen der Regulierung und Überwachung; Bußgeldentscheidungen stützen sich dabei auf die konkrete Beweislage des Einzelfalls.
Die bildgestützte Kontrolle wird durch präventive Maßnahmen ergänzt. Dazu zählen balisierte Fahrspuren in Baustellenbereichen, klarere Markierungen sowie gezielte Polizeikontrollen, die die DGT regelmäßig zu verkehrsintensiven Zeiträumen ankündigt. Mehrere Programme der Verkehrssicherheitsstrategie 2030 verankern diese Kombination aus Technik, Infrastruktur und Kontrolle, um insbesondere auf Landstraßen riskante Manöver einzudämmen.
Fachmedien in Europa berichten über neue Sensortechnik und KI-gestützte Bildanalyse, die verbotene Überholvorgänge automatisiert erkennen könnten. Für Spanien ist eine landesweite Einführung solcher speziellen Überholradare jedoch nicht amtlich bestätigt. Rechtlich relevante Änderungen mit landesweiter Wirkung würden von der DGT oder dem Innenministerium angekündigt und in den behördlichen Mitteilungen dokumentiert. Der aktuelle Stand in Spanien ist damit eine Intensivierung und gezieltere Nutzung vorhandener Überwachungsinstrumente, nicht ein bestätigter, flächendeckender Technologiewechsel.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).