Die spanische Regierung hat am 14. September 2026 einen neuen Höchststand bei ausländischen Beitragszahlern zur Sozialversicherung gemeldet. Im August 2026 waren durchschnittlich 3.551.759 ausländische Beschäftigte in der Seguridad Social registriert. Das entspricht einem Plus von 39.535 gegenüber Juli und 482.490 im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil ausländischer Beschäftigter an allen Beitragszahlern lag damit bei 15,9 Prozent. Saison- und kalenderbereinigt weist die Statistik erstmals mehr als 3,5 Millionen ausländische Beitragszahler aus (3.526.093).
Als maßgeblicher Treiber des Anstiegs wird in der Mitteilung das seit April 2026 laufende außerordentliche Verfahren zur administrativen Regularisierung genannt. Danach waren bis zum 31. August 2026 insgesamt 337.917 Personen infolge dieses Verfahrens als sozialversicherungspflichtig erfasst; davon entfielen 269.627 auf das Allgemeine System und 16.912 auf die Selbständigen. Nach Regierungsangaben erklärt der Regularisierungseffekt einen großen Teil der beschleunigten Zunahme gegenüber dem Vorjahr.
Die Herkunftsstruktur führt Marokko mit 407.350 registrierten Beitragszahlern an, gefolgt von Kolumbien (368.901), Rumänien (336.681), Venezuela (248.550) und Italien (222.158). Zudem verweist die Regierung darauf, dass der Anteil unbefristeter Verträge unter ausländischen Beschäftigten mit 86,8 Prozent deutlich höher liege als vor der Arbeitsmarktreform der Jahre 2017 bis 2021. In mehreren Branchen ist der Beitrag ausländischer Erwerbstätiger besonders groß: Genannt werden das Gastgewerbe mit 33,6 Prozent, die Landwirtschaft mit 28,1 Prozent und das Baugewerbe mit 27 Prozent. Diese sektoralen Werte stammen aus der amtlichen Mitteilung und beziehen sich auf den entsprechenden Anteil ausländischer Beschäftigung.
Unabhängige Stellen bestätigen die Grundtendenz. Das Ministerio de Inclusión, Seguridad Social y Migraciones veröffentlichte am 2. September 2026 einen übergreifenden Bericht zur Beschäftigungsentwicklung, der die Größenordnung des Anstiegs bei den ausländischen Beitragszahlern stützt. Auch die Nachrichtenagentur EFE sowie wirtschaftsnahe Analysehäuser wie Funcas ordneten die Augustdaten entsprechend ein. Analysen weisen zugleich darauf hin, dass das Beschäftigungswachstum ohne den Effekt der Regularisierung geringer ausgefallen wäre.
Die im August erfassten Durchschnittswerte spiegeln sowohl saisonale Muster des Arbeitsmarkts in Spanien als auch administrative Sondereffekte wider. Welche Teile des Anstiegs dauerhaft sind, bleibt offen. Das hängt von der weiteren Umsetzung der Regularisierung, der Konjunktur und der sektoralen Nachfrage ab. Fest steht, dass Spanien im Spätsommer 2026 einen Rekordwert bei ausländischen Beitragszahlern erreicht und diesen statistisch nachvollziehbar auf den aktuellen Verwaltungsprozess und die robuste Nachfrage in Dienstleistungs- und arbeitsintensiven Branchen zurückführt.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).