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Spanien meldet Lieferengpässe bei Lenzetto und anderen Hormontherapien

Die Arzneimittelagentur AEMPS warnt vor anhaltenden Engpässen bei transdermalen Hormonpräparaten. Der Ausfall des Estradiol-Sprays Lenzetto hat seit dem Frühjahr eine Kettenreaktion ausgelöst.

Die spanische Arzneimittelagentur AEMPS hat am 2. Oktober vor anhaltenden Lieferproblemen bei transdermalen Hormontherapien gewarnt. Auslöser ist der seit dem Frühjahr gemeldete Engpass beim estradiolhaltigen Spray Lenzetto 1,52 mg/Dosis. Nach Angaben der Behörde hat ein sprunghafter Anstieg der Nachfrage die Situation verschärft; inzwischen sind in Teilen des Landes auch alternative Darreichungsformen wie Gele und Pflaster knapp.

Betroffene berichten, dass sich nach Therapieunterbrechungen typische Beschwerden der Wechseljahre rasch zurückmelden: Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Solche Rückfälle sind medizinisch beschrieben, wenn Estradiol abrupt abgesetzt werden muss. Medienberichten zufolge schildern Patientinnen und trans Personen lange Wege zu Apotheken und die Suche nach Restbeständen. Eine Betroffene aus Cuenca gab an, eine Petition an das Gesundheitsministerium eingereicht zu haben. Diese Einordnungen beruhen auf Schilderungen, die sich nicht eins zu eins verallgemeinern lassen.

Fachgesellschaften und Apothekerkammern raten von pauschalen Präparatewechseln ab. Die AEMPS betont, dass transdermale Systeme pharmakologisch nicht ohne ärztliche Entscheidung austauschbar sind. Bei Patientinnen mit Gebärmutter ist zusätzlich ein Progestagen erforderlich; Engpässe auch bei diesen Präparaten können Sicherheitsfragen aufwerfen. Ärztinnen und Ärzte sollen Nutzen und Risiken individuell abwägen und Wechsel eng begleiten.

Mehrere autonome Gemeinschaften prüfen kurzfristige Entlastungen. Regionalbehörden berichten, Apotheken könnten magistrale Zubereitungen herstellen oder die Verfügbarkeit bestimmter Gele werde vorübergehend erhöht. Hersteller teilen mit, die Produktion zu steigern; eine spürbare Entspannung werde teilweise erst gegen Ende 2026 erwartet. Konkrete landesweite Liefertermine nennt die AEMPS derzeit nicht.

Hintergrund ist ein europaweit angespannter Markt für transdermale Estradiolprodukte. Nachfrageeffekte, Lieferkettenprobleme und begrenzte Produktionskapazitäten greifen ineinander. In Spanien koordinieren AEMPS und die Gesundheitsverwaltungen weitere Maßnahmen, um Versorgungslücken zu schließen und besonders vulnerable Gruppen zu priorisieren. Dazu zählen laut Behörden etwa Patientinnen mit starken Symptomen oder mit Vorerkrankungen, bei denen ein kontrollierter Wechsel medizinisch geboten ist.

Bis zur Normalisierung empfehlen Fachleute, ärztlich verordnete Dosen nicht eigenmächtig zu ändern, Alternativen nicht ohne Beratung zu substituieren und Verfügbarkeiten über Apothekennetzwerke abzufragen. Die Behörden kündigen an, über Entwicklungen und Zwischenschritte fortlaufend zu informieren.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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