Politik

Spanien macht Präfix 400 für Werbeanrufe ab 17. Oktober 2026 verpflichtend

Ab dem 17. Oktober 2026 müssen alle kommerziellen Telefonanrufe in Spanien über Rufnummern mit dem Präfix 400 erfolgen. Netzbetreiber blockieren Anrufe, die die neue Nummerierung nicht nutzen.

Die spanische Regierung führt zum 17. Oktober 2026 eine einheitliche Kennzeichnung für Telefonwerbung ein: Kommerzielle Anrufe müssen dann über Rufnummern mit dem Präfix 400 erfolgen. Das kündigte der Minister für Digitale Transformation und Öffentliche Verwaltung, Óscar López, an. Ziel ist es, Werbe- und Vertriebsanrufe vor dem Annehmen klar erkennbar zu machen und unerwünschte sowie betrügerische Kontakte einzudämmen.

Die Vorgabe ist im Amtsblatt (BOE) veröffentlicht und wird durch die Staatssekretärin für Telekommunikation und digitale Infrastrukturen umgesetzt. Sie verpflichtet die Betreiber, kommerzielle Anrufe, die nicht die neue Nummerierung verwenden, zu blockieren. Damit wird ein spezifischer Nummernbereich exklusiv für Telefonmarketing reserviert; reguläre private oder dienstliche Gespräche sind davon nicht betroffen.

Die Maßnahme ist Teil des im März 2025 gestarteten Regierungsplans gegen Telefon- und SMS-Betrug. Seit dessen Einführung haben die Betreiber laut Regierungsangaben mehr als 300 Millionen betrügerische Anrufe und 26,6 Millionen Kurznachrichten abgewehrt. Der Ansatz kombiniert Netzsperren gegen offensichtliche Täuschungsversuche mit einer eindeutigen Kennzeichnung kommerzieller Kontakte, um Verbraucherinnen und Verbraucher besser zu schützen.

Im selben Kontext legte López eine Zwischenbilanz zum Hilfetelefon 017 „Tu ayuda en ciberseguridad“ vor, das vom Nationalen Institut für Cybersicherheit (INCIBE) betrieben wird. Zwischen dem 1. Januar und dem 18. Juni 2026 wurden 95.064 Anfragen bearbeitet – fast doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres und nahezu so viele wie im gesamten Jahr 2024. Der Dienst unterstützt Bürgerinnen und Bürger bei Fragen und Vorfällen rund um Cybersicherheit und digitale Betrugsmaschen.

Mit der verpflichtenden Nutzung des Präfixes 400 will die Regierung die Transparenz bei Telefonkontakten erhöhen und die Durchsetzung bestehender Verbraucherrechte erleichtern. Die Regelung tritt am 17. Oktober 2026 in Kraft; ab diesem Datum müssen Unternehmen, die zu Werbe- oder Vertriebszwecken anrufen, nummernseitig über 400 erkennbar sein. Netzbetreiber haben angekündigt, Anrufe mit kommerziellem Zweck, die weiterhin ohne den vorgeschriebenen Präfix erfolgen, zu sperren.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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