Das spanische Innenministerium hat am Montag mitgeteilt, dass seit dem Wochenende stichprobenartige Grenzkontrollen bei Flügen aus Italien stattfinden. Demnach wurden bis zum Mittag des 10. August 1.033 Reisende aus Drittstaaten kontrolliert, die in 58 Flügen aus Italien nach Spanien eingereist waren. An den Maßnahmen waren laut Ministerium insgesamt 109 Beamtinnen und Beamte der Policía Nacional beteiligt.
Die Kontrollen begannen am Samstag, 8. August, um 00:00 Uhr. Sie richten sich gezielt an Passagiere ohne Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedsstaats, die aus Italien einreisen. Hintergrund ist der jüngste Anstieg der Ankünfte von Migranten in Italien; die spanischen Behörden prüfen in diesem Zusammenhang die Einreise- und Aufenthaltslage von Drittstaatsangehörigen, die über italienische Flughäfen nach Spanien gelangen.
Nach den vom Innenministerium veröffentlichten Detailangaben entfielen auf den Flughafen Adolfo Suárez Madrid-Barajas 223 Überprüfungen aus fünf Flügen; dort waren 17 Polizeikräfte im Einsatz. Am Flughafen Barcelona-El Prat wurden 552 Reisende aus 18 Flügen kontrolliert; dort waren 29 Beamtinnen und Beamte eingesetzt. Weitere Überprüfungen fanden an zusätzlichen spanischen Flughäfen statt. Die Auswahl der kontrollierten Flüge und Passagiere erfolgt nach Behördenangaben zufällig und lageabhängig.
Die spanischen Maßnahmen beziehen sich auf die Einreise über den Luftweg und sind Teil der regulären Grenzüberwachung innerhalb des Schengen-Raums, sofern Drittstaatsangehörige betroffen sind. Die Polizei überprüft dabei insbesondere Reisedokumente und aufenthaltsrechtliche Voraussetzungen. Systematische Grenzkontrollen an den Binnengrenzen sind nicht eingeführt worden; die nun gemeldeten Überprüfungen werden als stichprobenartig beschrieben.
Die aktuellen Zahlen basieren auf den vom Innenministerium an diesem Montag bereitgestellten Informationen. Die Behörde nennt den Zweck der Überprüfungen darin, den Status von Drittstaatsangehörigen festzustellen, die von Italien aus nach Spanien weiterreisen. Angaben zu etwaigen Zurückweisungen oder Verstößen wurden in den vorliegenden Mitteilungen nicht gemacht.
Mit Stand 10. August bleibt es bei den gemeldeten 1.033 kontrollierten Personen aus 58 Flügen und 109 eingesetzten Polizeikräften, mit Schwerpunkt auf den Flughäfen in Madrid und Barcelona. Weitere Aktualisierungen hat das Innenministerium für den Fortgang der lageabhängigen Kontrollen in Aussicht gestellt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).