Aragón

Sozialistische Partei fordert Aufklärung zu Mehrkosten bei Renaturierung des Huerva in Zaragoza

Die sozialistische Stadtratsfraktion von Zaragoza verlangt detaillierte Erklärungen zu Kostensteigerungen beim Renaturierungsprojekt am Fluss Huerva und zur Abrechnung von Gehältern mit Mitteln der Europäischen Union.

Kurzmeldung

Die Fraktion der Sozialistischen Partei (Partido Socialista) im Stadtrat von Zaragoza hat am 25. September 2026 Aufklärung über erhebliche Mehrkosten beim Projekt zur Renaturierung des Flusses Huerva sowie über die Einbeziehung bestimmter Personalkosten in Abrechnungen mit Mitteln der Europäischen Union verlangt. Die Fraktionsvorsitzende Lola Ranera und die Stadträtin Marta Aparicio warfen der Stadtregierung unter Bürgermeisterin Natalia Chueca mangelnde Transparenz und mangelhafte Planung vor.

Nach Darstellung der Sozialdemokraten war das Vorhaben ursprünglich mit 24 Millionen Euro veranschlagt; aktuell werde der Gesamtbedarf mit mehr als 34 Millionen Euro angegeben, was einer Steigerung von rund 40 Prozent entspreche. Der jüngste Nachtrag über 2,2 Millionen Euro betreffe die zweite Bauphase. Die Sozialistische Partei forderte eine vollständige, nachvollziehbare Aufschlüsselung der zusätzlichen Ausgaben nach Bauabschnitt sowie die Vorlage der Verträge und technischen Gutachten, auf die die Verwaltung ihre Rechtfertigung stützt.

Kritisch hinterfragt wird zudem, ob Lohnkosten für Vertraute des Bürgermeisteramts oder andere personelle Positionen zu Unrecht aus Fördermitteln der Europäischen Union abgerechnet wurden. Die Sozialistische Partei verlangt hierzu die Liste der betroffenen Stellen, die förderrechtliche Grundlage und die entsprechenden Nachweise. Man kündigte an, Haushalts- und Finanzkommission sowie den Rechnungsprüfungsausschuss einzubinden und gegebenenfalls externe Prüfungen zu beantragen.

Die Stadtverwaltung verteidigt das Projekt: Die Verwaltung betont, die Kostensteigerungen seien in technischen Akten dokumentiert und erklärten sich durch eine Ausweitung und qualitative Verbesserung der Maßnahmen entlang des Huerva sowie durch Anpassungen aufgrund behördlicher Auflagen. Weiterhin verweist sie auf weitgehend eingehaltene Termine und auf Ko-Finanzierungen durch andere öffentliche Stellen.

Ungeklärt bleiben derzeit die formale Korrektheit einzelner Förderabrechnungen, die konkrete Wirkung der Mehrkosten auf den kommunalen Haushalt 2026/2027 und der genaue Zeitplan für die Vorlage der verlangten Unterlagen. Der Vorgang ist regional bedeutend für Aragón, weil das Projekt innerhalb des Stadtgebiets von Zaragoza umgesetzt wird und sowohl kommunale als auch regionale Förderzusagen betrifft.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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