In Spanien planen vor Beginn des Schuljahres 2026/2027 sieben von zehn Eltern, Schulmaterial aus zweiter Hand zu kaufen. Das geht aus einer von der Kleinanzeigenplattform Milanuncios in Zusammenarbeit mit Appinio durchgeführten Befragung hervor, über die 20minutos berichtete. Demnach wollen 76 Prozent der Eltern die Anschaffungen vorziehen, um Hektik kurz vor Schulstart zu vermeiden und das Budget besser zu steuern. Rund 60 Prozent veranschlagen im Schnitt 200 Euro pro Kind; 68 Prozent geben an, ihr Budget gegenüber dem Vorjahr angepasst zu haben.
Nach Angaben der Studie konzentriert sich die Nachfrage vor allem auf Schreibwaren und Schulbücher, gefolgt von Rucksäcken sowie Kleidung oder Schuluniformen. Zudem berichten 73 Prozent der Befragten, Material aus vorangegangenen Schuljahren bereits verkauft zu haben oder den Verkauf zu erwägen. Als Hauptmotive nennen sie, Produkten eine zweite Nutzung zu ermöglichen (47 Prozent) und einen Teil der ursprünglichen Ausgaben zurückzugewinnen (35 Prozent).
Die Ausrichtung auf Second-hand korrespondiert mit saisonalen Ausschlägen auf Online-Plattformen: Milanuncios meldet in den Sommermonaten regelmäßig steigende Suchanfragen nach Schulbüchern und Laptops. Auch Europa Press hatte Ende Juni auf ähnliche Trends im Gebrauchtmarkt hingewiesen. Offizielle Statistiken zu den tatsächlichen Ausgaben der privaten Haushalte für das Schuljahr 2026/2027 liegen derzeit nicht vor.
Bei den Zahlen handelt es sich um Ergebnisse einer kommerziell beauftragten Online-Befragung und um plattformeigene Auswertungen; Methodik und Repräsentativität sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht vollständig öffentlich dokumentiert. Die Aussagen zu Kaufabsichten und Verkaufsplänen sind den beteiligten Unternehmen und den von ihnen kommunizierten Studienergebnissen zuzuschreiben; sie stellen keine amtlichen Erhebungen dar.
Folgen und Ausblick: Kurzfristig kann der verstärkte Rückgriff auf gebrauchte Artikel die Budgets vieler Familien entlasten und den Gebrauchtmarkt zusätzlich beleben. Für Verlage und den Einzelhandel mit neuen Lehrmitteln bedeutet dies potenziellen Umsatzdruck. Ob sich der Trend strukturell verfestigt, hängt von Preisentwicklung, Verfügbarkeit aktueller Lehrwerke im Zweitmarkt und schulorganisatorischen Vorgaben ab; belastbare Prognosen dazu liegen derzeit nicht vor.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).