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Sieben Tote bei Rettung von Migrantenboot vor Lanzarote

Vor Lanzarote sind am 2. November sieben Tote aus einer überfüllten Patera geborgen worden; mehr als 130 Überlebende kamen nach Arrecife.

Vor Lanzarote sind am 2. November 2026 sieben Tote aus einer stark überfüllten Patera geborgen worden. Die Rettung übernahm das Einsatzschiff Guardamar Urania von Salvamento Marítimo, das die Überlebenden in den Hafen von Arrecife brachte. Nach übereinstimmenden Angaben aus den Einsatzzentralen wurden zwei Menschen tot an Bord festgestellt; fünf weitere Leichen wurden in der Umgebung des Bootes aufgefunden. Die Angaben sind vorläufig und wurden am Vormittag bestätigt.

Die Patera wurde nach Einsatzangaben rund 150 Kilometer nordöstlich von Arrecife geortet. An Bord befanden sich nach ersten Zählungen knapp 130 bis fast 140 Menschen. Die genaue Zahl stand zunächst nicht fest, da die Bergung auf offener See unter schwierigen Bedingungen erfolgte. Neben Salvamento Marítimo war die Guardia Civil eingebunden; das Koordinationszentrum in Las Palmas steuerte die Maßnahmen auf See und im Hafen. Verletzte wurden nach Ankunft medizinisch untersucht. Über Herkunft und Identität der Betroffenen sowie Alter und Geschlecht der Verstorbenen lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor.

Parallel sollen weitere Boote in den Gewässern um Lanzarote und Fuerteventura geortet und abgefangen worden sein. Nach Zusammenstellungen regionaler und nationaler Agenturen wurden am Morgen in zwei Einsätzen insgesamt knapp 200 Menschen gerettet. Die Behörden machten deutlich, dass die Zählungen fortlaufend aktualisiert werden, weil mehrere Einheiten zeitgleich auf der Atlantikroute im Einsatz waren. Ob strafrechtliche Ermittlungen wegen möglicher Schleusung eingeleitet wurden, war zunächst offen.

Die Atlantikroute zu den Kanarischen Inseln gilt seit Jahren als eine der gefährlichsten Migrationsrouten nach Europa. Überfüllte, seeuntüchtige Boote und lange Distanzen ohne zuverlässige Navigation erhöhen das Risiko schwerer Unfälle. Regelmäßig berichten die spanischen Seenotretter und die Guardia Civil von Notrufen aus größeren Entfernungen zur Küste, was Such- und Rettungszeiten verlängert. Die Witterung Anfang November mit kräftigem Wind und Seegang kann die Lage zusätzlich verschärfen.

Die Einsatzkräfte betonten, dass alle Zahlen und Bewertungen unter Vorbehalt stehen, bis die Zählungen im Hafen abgeschlossen und die medizinischen Untersuchungen dokumentiert sind. Weitere Behördenangaben zu den Toten, zur Zusammensetzung der Gruppe und zu möglichen Folgeeinsätzen werden für den weiteren Tagesverlauf erwartet. Für die Geretteten richten die lokalen Stellen in Arrecife Notunterkünfte und Erstversorgung ein.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen