Kastilien-La Mancha

Seprona ermittelt nach Videoaussagen eines Bewohners von Valdepeñas über Tötung von rund 40 Katzen

Der Naturschutzdienst Seprona der Guardia Civil untersucht in Valdepeñas (Ciudad Real) die Aussagen eines Mannes, der in sozialen Netzwerken behauptet hat, etwa 40 Katzen getötet und rund zehn weitere in der Nähe seines Grundstücks…

Der Servicio de Protección de la Naturaleza (Seprona) der Guardia Civil ermittelt in Valdepeñas (Provinz Ciudad Real, Castilla-La Mancha) gegen einen Mann, der in einem verbreiteten Video erklärt haben soll, rund 40 Katzen getötet und etwa zehn weitere in der Umgebung seines Grundstücks mit dem Auto überfahren zu haben. Nach Angaben der Subdelegación del Gobierno liegt eine Anzeige vor; die Guardia Civil hat in dem Fall bereits Aussagen aufgenommen. Die Untersuchung ist geöffnet.

Nach übereinstimmenden Berichten von Europa Press und elDiario.es ist dem Betroffenen bislang kein Delikt zur Last gelegt worden. Ob die Ermittler derzeit über Belege verfügen, die die in dem Video geschilderten Taten untermauern, ist nicht bekannt. Der Fall wurde in der vergangenen Woche öffentlich, nachdem die Tierschutzpartei PACMA eine Anzeige angekündigt hatte. PACMA hat darüber hinaus eine „dringende“ Unterredung mit dem Ayuntamiento de Valdepeñas beantragt, um die Sicherheit der örtlichen Katzenkolonien und der Personen, die diese betreuen, zu erörtern.

Rechtlicher Bezugspunkt ist die seit 2023 geltende spanische Tierschutzgesetzgebung (Ley 7/2023), die den Gemeinden Zuständigkeiten unter anderem für Identifizierung, Registrierung, Sterilisation und das Management von Katzenkolonien zuweist. Zugleich gilt: Behauptungen in sozialen Medien ersetzen keine Beweise. Für straf- oder ordnungswidrigkeitsrechtliche Konsequenzen wären nachprüfbare Tathandlungen erforderlich, etwa nach dem einschlägigen Tierwohl- und Tierschutzrecht.

Die Ermittlungen des Seprona zielen nun auf die Klärung des Sachverhalts: mögliche Auffindung und Identifizierung verendeter Tiere, veterinärmedizinische Begutachtungen, die Auswertung des Videomaterials sowie Zeugenvernehmungen in Valdepeñas und dem Umland von Ciudad Real. Erst wenn belastbare Spuren oder Zeugnisse vorliegen, lässt sich beurteilen, ob ein strafbarer Tatbestand erfüllt ist. Prognosen zum Ausgang verbieten sich derzeit; es gibt weder richterliche Entscheidungen noch mitgeteilte förmliche Beschuldigungen.

Für die lokale Verwaltung berührt der Fall praktische Fragen des Umgangs mit freilebenden Katzen und des Schutzes ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer. PACMA fordert hier zusätzliche Sicherungsmaßnahmen. Die Guardia Civil hat unter Verweis auf das laufende Verfahren keine weiteren Details genannt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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