Kurzmeldung
Se Acabó la Fiesta (SALF) hat am 10. Oktober 2026 auf Ibiza mit der Sammlung von Unterstützungsunterschriften begonnen. Nach eigenen Angaben und übereinstimmenden Berichten regionaler Medien zielt die Aktion darauf ab, die erforderlichen Unterschriften für die Einreichung von Listen zu den Parlamentswahlen zu sammeln, die landesweit für den 29. November 2026 angesetzt sind. Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund laufender Ermittlungen gegen den Parteivorsitzenden Alvise Pérez, zu denen der spanische Oberste Gerichtshof im Sommer 2026 umfangreiche Prüfungen der Parteifinanzen angeordnet hatte; diese Verfahren betreffen die Partei landesweit, nicht ausschließlich die Balearen.
Für die formale Zulassung von unabhängigen Listen und neuen Parteien ist in Spanien die Vorlage einer bestimmten Anzahl gültiger Unterstützungsunterschriften vorgeschrieben; die formale Prüfung und Entscheidung liegt bei der zuständigen Junta Electoral. Ob SALF am 29. November 2026 tatsächlich auf dem Stimmzettel im Wahlkreis Balearen stehen wird, hängt von der fristgerechten Abgabe, der Validierung der Unterschriften und der Einhaltung aller formalen Vorgaben ab. Die Partei betonte, sie wolle „aus dem Archipel heraus kandidieren“, und startete die Aktion nach Angaben von Journalisten auf Ibiza.
Regionale Parteien reagierten zurückhaltend: Vertreterinnen und Vertreter anderer Gruppierungen erinnerten daran, dass die Zulassung von Listen eine rein technische Entscheidung der Wahlbehörde sei und nicht vorab politisch bewertet werden könne. Politikwissenschaftliche Beobachter wiesen darauf hin, dass das Antreten neuer kleinerer Kräfte im Wahlkreis Balearen die Verteilung der Stimmen und damit indirekt die Mandatsverteilung im Congreso de los Diputados beeinflussen kann, konkrete Auswirkungen jedoch erst nach Bekanntgabe offiziell zugelassener Listen abzuschätzen sind.
Die Unterschriftensammlung auf den Balearen ist damit ein notwendiger Zwischenschritt zur möglichen Teilnahme an den Wahlen. Relevante Entscheidungen fallen in den kommenden Wochen, wenn die Junta Electoral die eingereichten Unterlagen prüft und darüber entscheidet, welche Listen endgültig zugelassen werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).