Scope Ratings hat am 11. September 2026 das Langfrist-Rating des Königreichs Spanien von A auf A+ angehoben und den Ausblick auf stabil gesetzt. Die Agentur begründet den Schritt mit einem robusten Wirtschaftswachstum, einer verbesserten Haushaltslage und geringeren externen Verwundbarkeiten, die das Kreditprofil Spaniens stärken. Das Wirtschaftsministerium und das Tesoro Público begrüßten die Entscheidung als Bestätigung der jüngsten wirtschafts- und fiskalpolitischen Entwicklung.
Nach Angaben von Scope stützen eine kräftige Binnennachfrage, die positive Beschäftigungsentwicklung, höhere Investitionen und Nettozuwanderung den Aufschwung. Die Agentur erwartet für 2026 ein reales Wachstum von rund 2,6 Prozent und für 2027 etwa 2,1 Prozent. Für den Zeitraum 2026 bis 2031 rechnet sie mit einem durchschnittlichen Zuwachs nahe 2 Prozent, über dem von Scope veranschlagten Potenzialwachstum von 1,7 Prozent. Diese Zahlen sind Prognosen der Agentur und keine amtlichen Annahmen.
Fiskalisch verweist Scope auf eine weitere Konsolidierung. Der gesamtstaatliche Fehlbetrag lag 2023 bei 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Für 2025 nennt die Agentur als Projektion einen Wert von etwa 2,4 Prozent und erwartet in den Jahren danach eine Stabilisierung in der Größenordnung von gut 2 Prozent. Diese Werte sind als Vorhersagen zu verstehen und hängen von Konjunkturverlauf, Zinsen und politischen Entscheidungen ab.
Mit der Höherstufung signalisiert Scope Ratings aus Sicht von Investoren eine erhöhte Fähigkeit Spaniens, seine Verbindlichkeiten langfristig zu bedienen. Das kann tendenziell die Risikoprämien bei Neuemissionen verringern, ist aber keine Garantie für dauerhaft niedrigere Renditen, die auch von globalen Zinsniveaus und Marktlage beeinflusst werden. Für das Finanzierungsmanagement des Staates verbessert sich gleichwohl die Ausgangslage, während die mittelfristige Aufgabe, Schuldenquote und Zinslast tragfähig zu halten, bestehen bleibt.
Das Wirtschaftsministerium betont in Reaktionen, die Entscheidung reflektiere die in den vergangenen Jahren erzielten Fortschritte bei Wachstum, Beschäftigung und Konsolidierung. Das Tesoro Público verweist darauf, dass Spanien im Kreis der großen Eurostaaten seine Platzierung an den Kapitalmärkten breit diversifiziert hat. Aussagen der Regierung sind politische Bewertungen; die zugrunde liegenden Kennziffern stammen aus den Einschätzungen von Scope beziehungsweise aus veröffentlichten Haushalts- und Konjunkturdaten.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).