Der Bürgermeister von Salamanca und Provinzvorsitzende des Partido Popular, Carlos García Carbayo, hat Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sánchez (PSOE) als „Krebs“ bezeichnet. Die Äußerung fiel am 4. November 2026 bei einem öffentlichen Auftritt in Salamanca, einen Tag nachdem der Rücktritt von Verkehrsminister Óscar Puente bekanntgegeben worden war. Wörtlich sagte García Carbayo laut übereinstimmenden Presseberichten: „Der Krebs ist noch da; der Krebs ist Pedro Sánchez.“ Er machte den Regierungschef für „Missregierung“ und „Unordnung“ verantwortlich.
Der Auftritt fand im Rahmen der Vorwahlkampagne gemeinsam mit der PP-Vizegeneralsekretärin für institutionelle Erneuerung, Cuca Gamarra, statt. García Carbayo, der seit Langem mit dem früheren Verkehrsminister wegen der Schienenanbindungen Salamancas über Kreuz liegt, verabschiedete sich mit scharfen Worten von Óscar Puente. Er nannte ihn „ausgesprochen inkompetent“ und warf ihm vor, sich gegenüber den Spanierinnen und Spaniern „auf unanständige Weise“ verhalten zu haben, insbesondere gegenüber den Einwohnerinnen und Einwohnern von Salamanca. Zugleich erklärte er, „am 29. November“ hätten die Wählerinnen und Wähler die Gelegenheit, dieser Politik ein Ende zu setzen. Die Aussage über einen Wahltermin ist eine politische Bewertung des PP; eine amtliche Terminbekanntgabe war in den vorliegenden Berichten nicht Gegenstand.
Nach Puentes Rücktritt übernimmt Carlos Cuerpo vorläufig Zuständigkeiten des Verkehrsressorts. In den spanischen Medien wurde am 4. November berichtet, dass Cuerpo die Leitung kommissarisch sichert, bis über die dauerhafte Besetzung entschieden ist. Zugleich bleibt Óscar Puente weiterhin als Spitzenkandidat der PSOE für den Wahlkreis Valladolid auf den bereits gedruckten Stimmzetteln vermerkt.
Die Wortwahl García Carbayos ist Teil einer zugespitzten Auseinandersetzung zwischen Partido Popular und PSOE über die Verkehrspolitik und die Rolle der Zentralregierung. In Salamanca kritisiert die PP seit Jahren ausbleibende Verbesserungen im Bahnverkehr und macht die jeweilige Führung des Ministeriums dafür verantwortlich. Die sozialistische Seite verweist demgegenüber regelmäßig auf bundesweite Programme zur Schienenmodernisierung und die Zuständigkeiten verkehrsnaher Unternehmen.
Die nun öffentlich gewordenen Angriffe aus Salamanca markieren den ersten großen regionalen Schlagabtausch nach Puentes Rückzug aus dem Amt. Ob daraus unmittelbare politische Konsequenzen auf nationaler Ebene folgen, ist offen; die Bewertungen sind eindeutig parteipolitisch geprägt. Fest steht, dass die kommissarische Führung durch Carlos Cuerpo die Handlungsfähigkeit des Ressorts sichert, während die Parteien den Ton im beginnenden Wahlkampf weiter verschärfen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).