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Rioja Alavesa startet so früh wie nie in die Lese – 40 Millionen Kilogramm Trauben geerntet

In Rioja Alavesa hat die Weinlese 2026 so früh wie nie begonnen. Laut Regierung wurden rund 40 Millionen Kilogramm Trauben geerntet; Hitze beschleunigte die Reife.

Rioja Alavesa in der Provinz Álava meldet 2026 die früheste Weinlese in der dokumentierten Geschichte der Denominación de Origen Calificada Rioja. Nach Angaben der Regionalregierung waren bis Mitte September rund 40 Millionen Kilogramm Trauben in den Kellereien der Zone. Die für das Ressort zuständige Regionalministerin Amaia Barredo nannte anhaltend hohe Temperaturen und Niederschlagsmangel als zentrale Treiber der beschleunigten Reife.

Barredo erklärte am 13. September auf der XXXI. Fiesta de la Vendimia in Kripán, die alkoholische Reife schreite derzeit schneller voran als die phenolische. Das erfordere eine präzisere Abstimmung des Lesezeitpunkts, um Qualität und Stil zu sichern. Als Beispiel führte sie Labastida an, wo sich der Beginn der Lese gegenüber dem 25‑Jahres‑Mittel um mehr als zwei Wochen vorverlagert habe.

Der Consejo Regulador der Denominación de Origen Calificada Rioja bestätigte in seinem jüngsten Reife-Kontrollbericht eine beschleunigte Zuckeranreicherung bei gleichzeitig sinkender Gesamtsäure. Zugleich sei der Gesundheitszustand der Trauben insgesamt gut. Diese Einschätzung deckt sich mit Beobachtungen aus den Weingärten der Rioja Alavesa, wonach Hitzewellen und Trockenphasen den Zyklus des Weinbergs messbar verschoben haben.

Die Regionalregierung verweist auf Anpassungen im Anbau: Das Institut Neiker und regionale Kooperationsprojekte arbeiten an Bewässerungsmanagement, Laubwandsteuerung, der Erhaltung alter Rebsorten und der Wissensvermittlung in den Betrieben. Ziel sei es, unter sich verändernden Klimabedingungen Ertragssicherheit mit Spitzenqualität zu verbinden.

Ökonomisch zeigen die Bestände in den alavesischen Kellereien einen Rückgang: von 2,51 Millionen auf 2,18 Millionen Hektoliter zwischen den Kampagnen 2023–2024 und 2025–2026, ein Minus von rund 330.000 Hektolitern beziehungsweise 13 Prozent. Die Regierung sieht darin Spielraum für eine raschere Vermarktung der neuen Weine, mahnt aber rechtskonforme Vertrags- und Zahlungsfristen an. Lieferverträge müssen vor der ersten Anlieferung registriert werden; die Kontrollen in der Branche seien zuletzt um 30 Prozent erhöht worden.

Barredo warb zudem für eine stärkere Markterschließung, um die Wertschöpfung in der Region zu stabilisieren. Produzentenverbände rechnen mit einer kurzen, konzentrierten Lesephase. Prognosen zur endgültigen Erntemenge bleiben vorsichtig, da Wetterumschwünge die letzten Parzellen noch beeinflussen können. Faktisch steht fest: 2026 beginnt die Vendimia in der Rioja Alavesa deutlich früher als üblich – mit spürbaren Folgen für Leseplanung, Stilistik und Markt.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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