Nach heftigen Regenfällen im Zuge der Wetterlage DANA Adam ist der Río Girona am 19. Oktober 2026 in Els Poblets (Marina Alta, Provinz Alicante) über die Ufer getreten und hat Teile des Ortes sowie benachbarte Gemeinden wie El Verger überflutet. Der Bürgermeister von Els Poblets, José Luis Mas, sprach von einer chaotischen Lage. Nach übereinstimmenden Behörden- und Medienangaben gibt es bislang keine bestätigten Todesopfer.
Die Überflutungen verursachten erhebliche Sachschäden. Wohnhäuser und Erdgeschosse wurden geflutet, Fahrzeuge weggespült und Straßen durch Wasser, Geröll und Schlamm blockiert. Lokalpolizei, Feuerwehr und städtische Dienste evakuierten Gefährdete auf sichere Bereiche, kontrollierten besonders betroffene Straßenzüge und warnten vor weiterhin gefährlichen Strömungen, offenen Schächten und elektrischen Risiken. Bilder aus der Gemeinde zeigen stark angetrübte Wassermassen und zerstörte Gartenmauern.
Zur Höhe der Niederschläge kursieren unterschiedliche, teils außergewöhnlich hohe Angaben aus regionalen Medien; eine konsolidierte amtliche Messzahl lag bis zum frühen Nachmittag nicht vor. Fest steht, dass der Pegel in kurzer Zeit stark anstieg und das Flussbett abschnittsweise überströmte. In ersten öffentlichen Stellungnahmen wurde darüber hinaus Kritik an der Pflege des Flusslaufs laut. Anwohner und lokale Vertreter berichteten von Schilf- und Treibgutansammlungen, die Engstellen zusätzlich belastet haben sollen. Diese Einordnungen sind Bewertungen der Betroffenen; eine technische Analyse der Ursachen steht aus.
Die Generalitat Valenciana und die örtlichen Einsatzleitungen verfolgen die Lage fortlaufend. Straßensperren und Warnmeldungen blieben zunächst in Kraft, während Aufräumarbeiten und erste Schadensaufnahmen anliefen. In El Verger und weiteren Punkten entlang des Río Girona kontrollierten Einsatzkräfte Gebäude, um eingeschlossene Personen zu identifizieren und gegebenenfalls zu versorgen. Die Behörden riefen dazu auf, überflutete Bereiche zu meiden, Fahrzeuge nicht durch Wasserflächen zu steuern und amtliche Hinweise zu beachten.
Der Landstrich Marina Alta ist aufgrund seiner orografischen Verhältnisse und der kurzen, steilen Zuflüsse zum Mittelmeer bei Starkregenereignissen besonders gefährdet. DANA-Episoden bringen in der Region immer wieder sehr lokale, aber intensive Niederschläge. Ob und in welchem Umfang präventive Maßnahmen wie Gewässerunterhaltung, Rückhalteräume oder Warnketten im vorliegenden Fall gegriffen haben, wird erst die Auswertung der Einsatzprotokolle und der hydrologischen Daten zeigen. Bis dahin konzentrieren sich die Behörden auf Sicherung, Bergung und die zügige Wiederherstellung der örtlichen Infrastruktur.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).