Nach dem Teileinsturz einer abgehängten Decke in der Rodalies-Station Fabra i Puig in Barcelona am 22. September 2026 untersucht Renfe zwei Hauptursachen: die starken Regenfälle der vorangegangenen Tage sowie Vibrationen durch laufende Arbeiten im Bahnhofsumfeld. Drei Menschen wurden leicht verletzt. Die Station bleibt bis auf Weiteres gesperrt, bis die Sicherheit bestätigt ist. Dies teilten Rodalies de Catalunya und Protecció Civil am 22. und 23. September mit.
Javier Domènech, Direktor des Stationsbereichs bei Renfe, nannte vor Medien die Hypothese, dass mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter in der Zone Feuchtigkeit zwischen Dach und abgehängter Decke erzeugt und so das Gewicht des Gipsmaterials erhöht haben könnten. Zusammen mit Vibrationen durch den Zugverkehr und die am Montag begonnenen Arbeiten am Bodenbelag könnten diese Faktoren den Einsturz ausgelöst haben. Rodalies betonte zugleich, die Arbeiten beträfen formal den Bodenbereich; ein ursächlicher Zusammenhang mit der Decke werde technisch geprüft. Endgültige Befunde stehen aus.
Unmittelbar nach dem Vorfall sperrte Protecció Civil die Anlage, Einsatzkräfte räumten den Bereich. Rodalies informierte über die vorübergehende Aufhebung des Halts der Linie R4 in Fabra i Puig und empfahl Fahrgästen Ausweichverbindungen, unter anderem mit der Metro L1. Techniker und Bausachverständige begutachteten die Schäden am Mittwochmorgen. Nach Angaben von Renfe wird die abgehängte Decke vollständig entfernt; der bestehende Bauvertrag soll erweitert werden, um Reparaturen an der Station aufzunehmen. Ob zusätzliche Verstärkungen genügen oder eine umfassendere Erneuerung nötig wird, hängt vom Ergebnis der Prüfungen ab.
Die Station Fabra i Puig liegt an der Avinguda Meridiana und ist Teil des Vorortnetzes Rodalies de Catalunya. In den vergangenen Jahren wurden dort wiederholt Erneuerungen an Oberflächen und Bodenbelägen umgesetzt. Der aktuelle Zwischenfall belastet das Netz punktuell, da Halte und Umstiege im dicht genutzten Korridor im Norden Barcelonas entfallen. Angaben zu Fristen oder Kosten der Instandsetzung machten Renfe und Rodalies bislang nicht.
Untersucht werden nun neben Witterungseinflüssen mögliche Materialermüdung oder Mängel bei Befestigungen. Bis zum Vorliegen der Gutachten bleiben die Sperrung der Station und betriebliche Einschränkungen bestehen. Prognosen zum Zeitpunkt einer Wiedereröffnung gaben die Verantwortlichen nicht ab.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).