Renfe und das Ministerio de Transportes y Movilidad Sostenible haben am 19. August 2026 die Modernisierung des Netzes der Cercanías Valencia angekündigt. Demnach werden auf den elektrifizierten Linien C-1, C-2 und C-6 insgesamt 41 neue Züge der Civia-Baureihe in Dienst gestellt. Die Betreiber beziffern den Kapazitätszuwachs auf rund 30 Prozent. Der Austausch soll schrittweise erfolgen und ältere Fahrzeuge in den betroffenen Diensten ersetzen.
Konkret sieht das Programm vor, 34 Einheiten der Serie 447 sowie sieben der Serie 464 aus dem Betrieb zu nehmen. Die neuen Züge der Serie 465 bestehen aus fünf Wagen pro Einheit, gegenüber drei Wagen bei den Vorgängermodellen. Dadurch steigt die maximale Platzkapazität je Zug von bislang rund 549 auf bis zu 748 Plätze. Zusätzlich verfügen die Fahrzeuge über durchgängig niederflurige Einstiege auf Bahnsteigniveau, was den Zugang für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität erleichtern soll. Mit der Erneuerung wird die durchschnittliche Flottenalterung im Knoten Valencia gesenkt, was nach Angaben der Verantwortlichen die Verfügbarkeit und den Komfort verbessern soll.
Zum Ablauf nennt Renfe einen stufenweisen Zeitplan: Die ersten 22 Einheiten sollen nach Abschluss der letzten Anpassungen am Innenraum noch im laufenden Jahr den Betrieb aufnehmen. Die übrigen 19 Züge folgen sukzessive im Rahmen des Modernisierungsprogramms und werden je nach Bedarf auf die Linien verteilt. Detaillierte Zeitpunkte für die Auslieferung weiterer Tranche(n) wurden nicht genannt.
Hintergrund der Maßnahme sind anhaltende Schwächen im regionalen Pendlerverkehr: Das Netz in der Comunitat Valenciana war in den vergangenen Jahren wiederholt von Ausfällen und Verspätungen betroffen. Die Flottenmodernisierung gilt als zentraler Hebel, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen und die Nachfrage in den Spitzenzeiten besser abzudecken. Parallel laufen nach Angaben der Beteiligten Infrastruktur- und Stationsprojekte, die in die Zuständigkeit von Adif fallen, sowie Verbesserungen bei Instandhaltung und Betriebsführung. Zusammen sollen diese Schritte Engpässe mindern und die Pünktlichkeit stabilisieren.
Aussagen zu Kapazitätswirkungen und Terminen beruhen auf Mitteilungen von Renfe und dem Ministerium. Sie sind als Planungsangaben zu verstehen; Änderungen bei Auslieferung und Inbetriebnahme sind möglich und würden gesonderte Bekanntgaben erfordern.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).