Politik

Regierung verteilt 69,2 Millionen Euro Agrarmittel an die autonomen Gemeinschaften

Spanien weist 69,2 Millionen Euro an die Regionen zu, davon 50,174 Millionen aus der EU-Reserve zur Abfederung gestiegener Düngemittel- und Energiekosten.

Die spanische Regierung hat auf der Conferencia Sectorial de Agricultura y Desarrollo Rural am 21. Oktober 2026 die Verteilung von 69,2 Millionen Euro an die autonomen Gemeinschaften beschlossen. Davon entfallen 50.174.300 Euro aus der landwirtschaftlichen Reserve der Europäischen Union auf Hilfen, die insbesondere höhere Kosten für Düngemittel und Energie ausgleichen sollen. Das Ministerio de Agricultura, Pesca y Alimentación bestätigte nach der Sitzung, dass die Regionen die Mittel in bestehende Programme einbetten und passgenau auf ihre Bedarfe ausrichten können.

Die Zuweisungen orientieren sich nach Regierungsangaben an der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Regionen dürfen eigene Budgets von bis zu 200 Prozent der ihnen zugewiesenen EU-Mittel beisteuern. Auszahlungen aus der europäischen Reserve müssen spätestens bis zum 28. Februar 2027 erfolgen, ergänzende regionale Zahlungen dürfen bis zum 31. Mai 2027 ausgezahlt werden. Ziel ist es, Betriebe in einem Umfeld hoher Produktionskosten zu stabilisieren, ohne parallele staatliche Hilfen zu duplizieren. Das Ministerium verweist dabei auf Vorgaben zur Vermeidung von Überkompensation.

Neben der Reserve-Maßnahme bestätigte die Sectorialkonferenz die Verteilung weiterer 19,1 Millionen Euro für Programme der Tiergesundheit. Diese Mittel dienen der Kontrolle und Bekämpfung von Tierseuchen und waren nach Regierungsangaben zuvor vom Ministerrat autorisiert worden. Konkrete Auflagen zur Mittelverwendung legen die Regionen in ihren Programmen fest; die Zentralverwaltung will die Abrechnung standardisiert prüfen.

Offen bleibt, welche Förderrichtlinien die einzelnen autonomen Gemeinschaften für die Auszahlung an Landwirtinnen und Landwirte festlegen werden. Die Regierung nennt als vorrangige Zwecke die Abfederung von Düngemittel- und Energiekosten, ohne bereits detaillierte Auswahlkriterien oder Belegpflichten zu veröffentlichen. Üblicherweise orientieren sich solche Programme an objektiven Kenngrößen wie Flächen, Tierbeständen oder nachgewiesenen Kostenentwicklungen; endgültige Vorgaben stehen jedoch noch aus.

Landwirtschaftsminister Luis Planas betonte im Anschluss an die Sitzung, dass die Reserve der Europäischen Union gezielt in denjenigen Segmenten ansetzen solle, in denen die Kostenlast am stärksten gestiegen ist. Die Umsetzung liegt nun bei den autonomen Gemeinschaften. Für Betriebe ist damit eine zusätzliche Finanzierungsschiene geöffnet, deren Wirkung von der zügigen Ausgestaltung der regionalen Verfahren und der Abstimmung mit vorhandenen Hilfen abhängen wird.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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