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Regierung ermittelt nach Krawallen in Barcelona, wer hinter den Aufrufen steht

Minister Ángel Víctor Torres kündigt Ermittlungen zu anonymen Online-Aufrufen an. Nach den Ausschreitungen vom Wochenende meldeten Mossos d’Esquadra und Guardia Urbana 128 Festnahmen, darunter 72 Minderjährige.

Die spanische Regierung untersucht, wer die Aufrufe in sozialen Netzwerken hinter den Krawallen und Plünderungen in Barcelona organisiert hat. Das sagte der Minister für Politik und territoriale Kohäsion, Ángel Víctor Torres, am Montag in einem Interview mit RTVE. Man ermittle gemeinsam mit den lokalen Sicherheitskräften und warte auf Berichte der zuständigen Ressorts, so Torres. Zugleich warnte er vor voreiligen Schlüssen, bis die Auswertung der Daten vorliege.

Hintergrund sind die Ausschreitungen vom Wochenende, die am Samstagabend in der Umgebung der Plaça de Catalunya begannen. Nach Angaben der Mossos d’Esquadra und der Guardia Urbana wurden bis Sonntag als vorläufige Bilanz 128 Personen festgenommen; 72 der Festgenommenen sind Minderjährige. Die Sicherheitskräfte berichten von gewaltsamen Übergriffen, brennenden Containern und erheblichen Sachschäden. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurden mindestens 20 Geschäfte beschädigt oder geplündert, zudem gab es verletzte Polizeibeamte. Exakte Zahlen zu Verletzten variieren in den bisherigen Darstellungen.

Die Ermittlungen richten sich insbesondere auf die Herkunft und Koordination anonymer Online-Aufrufe, die eine große Zahl Jugendlicher kurzfristig mobilisiert haben sollen. Torres betonte den Einfluss sozialer Netzwerke auf Dynamik und Tempo der Ereignisse, verwies jedoch darauf, dass die Auswertung der digitalen Spuren noch laufe. Die Generalitat de Catalunya und die Stadtverwaltung koordinieren sich nach eigenen Angaben eng mit den Einsatzkräften.

Offizielle Mitteilungen der Mossos d’Esquadra und Berichte mehrerer Redaktionen, darunter RTVE, EFE und Europa Press, bestätigen die Festnahmezahlen. Parallel prüfen Ermittler, ob es Hinweise auf externe Einflussnahmen gibt oder ob vorwiegend lokal verankerte Gruppen agierten. Fachleute aus Sicherheitskreisen dämpfen Erwartungen an schnelle Zuordnungen: Ausschlaggebend seien oft situative Gelegenheiten, Nachahmungseffekte und die rasche Verbreitung von Treffpunkten und Bildern.

Politisch hat der Vorfall eine Debatte über Jugendkriminalität, elterliche Verantwortung und Prävention im digitalen Raum neu entfacht. Verantwortliche Behörden kündigten Einzelprüfungen zu Polizeitaktik und Gefahreneinschätzung an. Gegen die Festgenommenen laufen Verfahren; über strafrechtliche Folgen entscheidet die Justiz. Ob hinter den Aufrufen eine fest umrissene Gruppe steht oder lose vernetzte Initiatoren, ist nach derzeitigem Stand offen und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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