Madrid/Santander, 15. September 2026. Der spanische Consejo de Ministros hat den Regulierungsrahmen DORA III für den Zeitraum 2027 bis 2031 beschlossen und darin 61,7 Millionen Euro für den Flughafen Seve Ballesteros–Santander vorgesehen. Verkehrsminister Óscar Puente erläuterte die Entscheidung nach der Sitzung. Für Santander umfasst das Paket den Ausbau des Abflugbereichs für Nicht-Schengen, die Erneuerung des Pistenbelags, zusätzliche Maßnahmen für die Betriebssicherheit sowie ein neues Gebäude für Rettung und Brandbekämpfung.
Der Beschluss ist Teil eines landesweiten Programms, mit dem Aena die Investitionen in die Flughafennetze in Spanien für die nächste Regulierungsperiode bündelt. DORA III legt Investitionsrahmen, Leistungsziele und die Methodik für Flughafengebühren fest. Mit den Mitteln in Santander sollen vor allem die Abfertigung internationaler Flüge beschleunigt, Engpässe in den Stoßzeiten reduziert und die Sicherheitstechnik modernisiert werden. Dazu zählen laut Regierung auch die Beschaffung neuer Löschfahrzeuge und die Ertüchtigung der Flugbetriebsflächen.
Die Comisión Nacional de los Mercados y la Competencia hatte den Aena-Entwurf in den vergangenen Monaten geprüft und Anpassungen bei Investitionsprofil und Gebührenpfad empfohlen. Die nun verabschiedete Fassung folgt dieser Linie stärker als der ursprüngliche Vorschlag des Flughafenbetreibers. Parallel hatten die zuständigen Koordinierungsgremien der autonomen Gemeinschaften Hinweise zu regionalen Prioritäten eingebracht, darunter zur Abwicklung des wachsenden internationalen Verkehrs in Kantabrien.
Für Kantabrien bedeutet die Zuweisung eine deutliche Planungs- und Finanzierungssicherheit für den Standort Seve Ballesteros–Santander. Aena hatte bereits in Vorarbeiten signalisiert, dass der Flughafen seine Kapazitäten im Non-Schengen-Bereich erweitern und den Zustand der Start- und Landebahn verbessern müsse, um auf erwartetes Passagierwachstum vorbereitet zu sein. Nach Angaben aus der Regierung soll die Finanzierung im Rahmen der üblichen Selbstfinanzierung des Netzes erfolgen; direkte Zuschüsse aus dem Staatshaushalt sind nicht vorgesehen.
Offen sind der genaue Zeitplan, die Ausschreibungsmodalitäten und etwaige bauzeitliche Einschränkungen im Flugbetrieb. Aena und das Ministerium kündigten an, in den kommenden Wochen Detailplanungen zu veröffentlichen. Für Reisende und Fluggesellschaften in Santander dürften die Maßnahmen langfristig kürzere Abfertigungszeiten und stabilere Betriebsabläufe bringen; kurzfristige Auswirkungen während der Bauphasen hängen vom finalen Bauablauf ab.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).