Wirtschaft

Regierung beschließt Rekordinvestition in Spaniens Flughäfen und leichte Gebührenerhöhung

Der Ministerrat hat den Regulierungsrahmen DORA III für 2027 bis 2031 verabschiedet: knapp 13 Milliarden Euro Investitionen und ein durchschnittlicher Anstieg der Flughafengebühren um 0,33 Prozent pro Jahr.

Der spanische Ministerrat hat am 15. September 2026 den Regulierungsrahmen für die Flughäfen der Jahre 2027 bis 2031 (DORA III) beschlossen. Der Plan sieht Investitionen von knapp 13 Milliarden Euro in das gesamte Netz der von Aena betriebenen Flughäfen vor. Die regulierten Flughafengebühren steigen demnach im Durchschnitt um 0,33 Prozent pro Jahr, was nach Regierungsangaben rund drei Cent pro Passagier und Jahr entspricht.

Nach Angaben des Ministeriums für Verkehr und nachhaltige Mobilität handelt es sich um die umfangreichste Investitionsrunde in die spanische Flughafeninfrastruktur seit Bestehen des Regulierungsmodells. Von den Gesamtmitteln entfallen rund 9,99 Milliarden Euro auf regulierte Investitionen, die unmittelbar mit dem Flugbetrieb verknüpft sind. Schwerpunkte sind die großen Drehkreuze Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat, für die etwa 4,4 Milliarden beziehungsweise 1,765 Milliarden Euro veranschlagt sind. Für Barcelona ist zudem eine Erweiterung vorgesehen, deren Ausgestaltung Gegenstand nachfolgender Genehmigungs- und Planungsverfahren ist.

Der staatlich kontrollierte Betreiber Aena hatte zu Jahresbeginn eine Investitionsplanung von rund 13 Milliarden Euro bis 2031 vorgelegt. Die jetzt beschlossene Gebührenkurve bleibt nach Regierungsdarstellung unter den ursprünglich von Aena vorgeschlagenen Anpassungen. Die Wettbewerbsbehörde CNMC hatte im Vorfeld auf eine besonders maßvolle Erhöhung gedrungen. Konkrete Umsetzungsdetails – etwa Bauphasen, Ausschreibungen und Qualitätskennziffern – sollen Aena und die zuständigen Behörden nun im Rahmen des DORA-III-Regelwerks vereinbaren.

Verkehrsminister Óscar Puente sprach von einem „Investitionssprung“ gegenüber der laufenden Regulierungsperiode 2022 bis 2026, in der insgesamt 2,25 Milliarden Euro vorgesehen waren. Befürworter des Programms verweisen auf erwartete Kapazitätsgewinne, Modernisierung der Abfertigung, Verbesserungen bei Sicherheit und Nachhaltigkeit sowie beschäftigungspolitische Effekte in den Regionen. Kritiker fordern eine enge Kontrolle der Kosten, transparente Zeitpläne und verbindliche Qualitätsziele, um Verzögerungen und Budgetüberschreitungen zu vermeiden.

Mit dem Kabinettsbeschluss ist DORA III als verbindlicher Rahmen für Investitionen und Entgeltregulierung von 2027 bis 2031 in Kraft. Die operative Umsetzung liegt bei Aena in Koordination mit dem Verkehrsministerium; wesentliche Projekte an den großen Standorten Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat sollen dabei Taktgeber für den Gesamtzeitplan sein. Prognosen zu Passagierzahlen und Verkehrsentwicklung bleiben abhängig von Konjunktur, Nachfrage und den europäischen Klimaschutzvorgaben; die Regierung sieht den nun festgelegten Kurs als Ausgangspunkt, der bei Bedarf an neue Marktbedingungen angepasst werden kann.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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