Das Hospital Universitario Príncipe de Asturias in Alcalá de Henares hat drei ostomiegerechte Sanitär- und Pflegeräume in Betrieb genommen. Nach Angaben der Comunidad de Madrid sind die neuen Einrichtungen in der Notaufnahme, im Hospital de Día und in der Sprechstunde für Stomatherapie des Krankenhauses verfügbar. Ziel ist es, Menschen mit einer Stomaanlage mehr Sicherheit, Diskretion und Autonomie während ihres Aufenthalts im Krankenhaus zu ermöglichen.
Die Räume sind jeweils mit einem auf Beutelhöhe angebrachten Waschbecken, einer großzügigen Ablagefläche, einer Duscharmatur zum Ausspülen des Stomabeutels, einem großen Spiegel sowie Seife und Aufhängemöglichkeiten ausgestattet. Diese bauliche und funktionale Anpassung soll den Wechsel und die Pflege der Hilfsmittel unter geeigneten hygienischen Bedingungen erleichtern. Das Krankenhaus betont, dass die Verfügbarkeit ostomiegerechter Sanitärräume an verschiedenen Punkten des Hauses die Versorgungserfahrung der Betroffenen verbessert und Wege sowie Wartezeiten verringern kann.
Die Inbetriebnahme ist in ein Oktoberprogramm eingebettet, das auf die Bedürfnisse von Menschen mit Ostomie aufmerksam macht. Unter dem Titel Mes del Paciente Ostomizado organisierte das Krankenhaus Informations- und Austauschformate. Ein Schwerpunkt waren die IV Jornadas de la Persona Ostomizada, die in diesem Jahr die Bedeutung der Ernährung für Gesundheit und Lebensqualität hervorhoben. An der Eröffnung der vierten Fachtagung nahm die Pflegeleiterin des Servicio Madrileño de Salud, Elena Fernández Cano, teil.
Im Rahmen der Aktivitäten stellte die Kommission für die Versorgung von Menschen mit Ostomie am Krankenhaus zudem das Buch „Cocina con confianza. Recetas adaptadas para personas ostomizadas“ vor. Die Publikation wird von der World Council of Enterostomal Therapists, der Sociedad Española de Enfermería Experta en Estomaterapia, dem Consejo General de Enfermería und der Federación de Asociaciones de Personas Ostomizadas de España unterstützt. Das Buch enthält über hundert angepasste Rezepte sowie Hinweise zu besonders geeigneten Lebensmitteln und zur Zubereitung. Nach Darstellung des Krankenhauses soll es Betroffene im Ernährungsalltag praktisch anleiten und damit Beschwerden vorbeugen sowie den selbstbestimmten Umgang mit der Stomaanlage fördern.
Ergänzend zeigte das Krankenhaus die Ausstellung Invisible mit Fotografien und Erfahrungsberichten aus dem Alltag von Menschen mit Ostomie. Sie richtet sich an Patientinnen und Patienten, medizinisches und pflegerisches Personal sowie die breite Öffentlichkeit und will die Vielfalt der Lebenssituationen und Herausforderungen sichtbar machen. Mit den nun eröffneten Sanitär- und Pflegeräumen und dem begleitenden Programm setzt das Hospital Universitario Príncipe de Asturias auf konkrete, alltagsnahe Unterstützung für Betroffene in der Versorgung.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).