Am Montag, 19. Oktober 2026, reist der baskische Lehendakari Imanol Pradales nach Toulouse, um eine Wirtschaftsmission zur Stärkung der Zusammenarbeit im europäischen Luft- und Raumfahrtsektor zu leiten. Geplant sind ein Besuch bei Airbus in Blagnac, einschließlich der Endmontage des A321, sowie ein bilaterales Treffen mit der Präsidentin der Region Occitanie, Carole Delga. Anschließend setzen 23 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und Einrichtungen das Programm bis zum 21. Oktober fort.
Nach Angaben der baskischen Regierung dient die Mission dazu, Kontakte in den Lieferketten großer Hersteller zu vertiefen und gemeinsame Vorhaben in Forschung und Innovation anzubahnen. Beteiligt sind Unternehmen aus den Feldern Triebwerke, Aerostrukturen, Komponenten, Werkzeugmaschinen und fortgeschrittene Fertigung sowie Forschungszentren aus der Basque Research and Technology Alliance. Neben Airbus stehen Besuche bei Safran und Liebherr-Aerospace sowie Gespräche mit dem Branchencluster Aerospace Valley und weiteren Akteuren auf der Agenda. Ziel ist es, konkrete Kooperationsfelder mit dem Ökosystem in Occitanie zu identifizieren.
Der Anlauf in Toulouse geht auf ein Treffen von Pradales mit Carole Delga am 18. November 2025 in Paris zurück, bei dem die Initiative zu einer sektorbezogenen Mission nach Occitanie entstand. Laut Regierung wird das Programm von der Industrieverwaltung des Gobierno Vasco organisiert und von Basque Trade and Investment koordiniert. Der Austausch soll über die wirtschaftliche Dimension hinaus die bilateralen Beziehungen vertiefen; beide Regionen arbeiten bereits in grenzüberschreitenden Formaten wie der Gemeinschaftsarbeit der Pyrenäen und dem EU-Programm POCTEFA zusammen.
Die Regierung verweist zur Begründung des Vorstoßes auf die wirtschaftliche Bedeutung der Branche im Baskenland. Laut dem Cluster HEGAN erwirtschaftete der baskische Luft- und Raumfahrtsektor im Jahr 2025 einen Umsatz von 3,413 Milliarden Euro, beschäftigte 15.133 Personen und exportierte Güter im Wert von 2,896 Milliarden Euro; die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 213 Millionen Euro. Occitanie wiederum bündelt große Hersteller und ein dichtes Netzwerk von Zulieferern und Forschungsinstituten – ein Umfeld, das als Hebel für neue Geschäfte und technologische Partnerschaften gilt.
Erwartet wird, dass die Gespräche kurzfristig Lieferkettenkontakte strukturieren und mittelfristig gemeinsame Projekte zur Steigerung von Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz in der europäischen Luft- und Raumfahrt anstoßen. Konkrete Vereinbarungen werden nicht vorab genannt; sie sollen aus den bilateralen Treffen und Unternehmensbesuchen in Toulouse hervorgehen.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).