Die Policía Nacional hat am 18. Oktober 2026 in Ceuta einen koordinierten Einsatz begonnen, um die verbliebenen provisorischen Lager in Los Rosales, Poblado Regulares und im Umfeld des Polígono del Tarajal zu räumen. Nach Angaben der Delegación del Gobierno startete der Einsatz in den frühen Morgenstunden. Die Behörden führen an, die betroffenen Personen in das Centro de Atención Temporal para Extranjeros zu bringen oder ihnen Informationen zu Alternativen einschließlich freiwilliger Rückkehr nach Marokko bereitzustellen. Offizielle Zahlen zum Umfang der Maßnahme lagen zunächst nicht vor.
Das Innenministerium begründet den Schritt mit der Wiederherstellung von Sicherheits- und Gesundheitsstandards im öffentlichen Raum sowie der Notwendigkeit, alle Betroffenen in geregelte Verfahren zu überführen. Bereits in den Vorwochen hatten die staatlichen Stellen an der Grenze des Tarajal zusätzliche Strukturen für Registrierung und Erstaufnahme aufgebaut. Das Centro de Atención Temporal para Extranjeros dient der Identitätsfeststellung, der Information über Rechtswege und der Verteilung auf geeignete Einrichtungen.
Hintergrund ist eine seit dem Sommer andauernde Ankunftslage, die in Ceuta zu zeitweiligen Ansammlungen in Außenbezirken geführt hatte. Die spanische Regierung rief im August eine Lage von besonderem Interesse für die nationale Sicherheit aus, um Einsatzmittel zu bündeln und Verwaltungsverfahren zu beschleunigen. Der entsprechende Beschluss wurde im Boletín Oficial del Estado veröffentlicht. Die heutigen Räumungen setzen einen bereits laufenden Plan fort, der in den vergangenen Wochen zu vermehrten Verlegungen in Aufnahmezentren geführt hat.
Hilfsorganisationen und Rechtsberater verweisen auf humanitäre Risiken und fordern abgesicherte Zugänge zu medizinischer Versorgung, Rechtsberatung und transparenten Prüfungen möglicher Schutz- und Asylersuchen. Medien berichteten von einzelnen Spannungen im Umfeld der Maßnahmen. Konkrete Vorwürfe rechtswidriger Zurückweisungen lassen sich auf Basis der vorliegenden Informationen derzeit nicht belegen; entsprechende Angaben bedürfen einer amtlichen Bestätigung.
Die staatlichen Stellen betonen, der Einsatz diene der öffentlichen Ordnung und dem Gesundheitsschutz in Ceuta. Zugleich verweisen sie darauf, dass verbleibende Personen möglichst rasch in rechtlich geregelte Verfahren geführt werden sollen. Weitere Details, etwa zu der Zahl der Verlegungen in das Centro de Atención Temporal para Extranjeros oder zu der Dauer des Einsatzes in Los Rosales, Poblado Regulares und am Polígono del Tarajal, kündigten sie für spätere Mitteilungen an.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).