Die Policía Nacional hat bei einer richterlich angeordneten Aktion am 14. Oktober 2026 in Sotrondio (Gemeinde San Martín del Rey Aurelio, Asturien) neun Personen festgenommen und drei Wohnungen durchsucht. Die Ermittlungen wurden von der Jefatura Superior de Asturias in enger Abstimmung mit der Jefatura Superior de Navarra geführt. Nach Polizeiangaben nutzte die Gruppe Internetplattformen für vermeintlich günstige Mietwohnungen, verlangte Vorauszahlungen und brach anschließend den Kontakt ab.
Den bisherigen Feststellungen zufolge könnten mehr als 80 Personen geschädigt worden sein; die Gesamtschadenssumme wird mit über 80.000 Euro beziffert. Die Polizei betonte, dass diese Zahlen vorläufig sind und weitere Auswertungen durch Staatsanwaltschaft und Untersuchungsgerichte folgen. Zuständig ist ein Gericht in Laviana. Am Einsatz beteiligte sich vor Ort auch die Unidad de Guías Caninos der Jefatura Superior de Policía de Asturias.
Die Festgenommenen stehen im Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs. Über mögliche Anklagen, Haftbeschlüsse oder weitere Zwangsmaßnahmen entscheiden die Gerichte. Namen, Rollen in der mutmaßlichen Struktur und Details zur Beweislage nannten die Behörden mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht.
Die Polizei ordnet den Fall einer Serie von Betrugsdelikten mit fingierten Mietangeboten zu, die in den vergangenen Monaten spanienweit registriert wurden. Nach Darstellung der Ermittler wurden die Anzeigen gezielt mit auffällig niedrigen Mieten platziert, um schnelle Zusagen zu erreichen. Interessenten seien unter Zeitdruck zu Vorauszahlungen gedrängt worden, häufig auf private Konten, ohne eine reale Wohnungsbesichtigung oder belastbaren Vertrag. Eine tatsächliche Übergabe von Wohnungen habe es nicht gegeben.
Die Jefatura Superior de Asturias und die Jefatura Superior de Navarra verweisen darauf, dass die Ermittlungen über regionale Zuständigkeiten hinweg koordiniert wurden, weil Geschädigte aus verschiedenen Teilen Spaniens betroffen sind. Die in Sotrondio vollstreckten Durchsuchungen gelten als zentraler Schritt, um Kommunikationsspuren, Zahlungsflüsse und genutzte Geräte zu sichern.
Weitere Angaben zu der mutmaßlichen Gruppe und möglichen zusätzlichen Tatorten wollen Polizei und Justiz nach Abschluss erster Vernehmungen vorlegen. Stand dieser Meldung sind die Informationen der Polizei vom 14. und 16. Oktober 2026.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).