Aktuell

Polizei nimmt in Alfafar zweiten Verdächtigen aus Blocus Vlc fest

Die Policía Nacional hat in Alfafar bei Valencia einen 18-Jährigen festgenommen. Er soll in verschlüsselten Gruppen zu Molotowcocktails, Plünderungen und Störungen aufgerufen haben. Das Innenministerium spricht von laufenden Ermittlungen und verweist auf eine weitere…

Die Policía Nacional hat am 30. Oktober 2026 in Alfafar (Provinz Valencia) einen 18-Jährigen festgenommen. Nach Angaben des Ministerio del Interior wird ihm vorgeworfen, in verschlüsselten Kommunikationsgruppen der Bezeichnung Blocus Vlc Anleitungen zur Herstellung von Molotowcocktails verbreitet und zum Werfen solcher Brandsätze sowie zu Plünderungen und Störungen der öffentlichen Ordnung aufgerufen zu haben. Die Ermittlungen dauern an.

Die Festnahme ist Teil einer laufenden Polizeioperation in der Provinz Valencia. Bereits am Vortag nahmen Einsatzkräfte in der Stadt Valencia einen 17-Jährigen fest, der nach Behördenangaben die betreffenden Kommunikationskanäle eingerichtet haben soll. Laut der Policía Nacional zielen die Ermittlungen darauf, die Struktur dieser Gruppen aufzuklären und weitere Urheber möglicher Gewaltaufrufe zu identifizieren. Konkrete Angaben zu beschlagnahmten Beweismitteln oder zu einem möglichen Zeitpunkt für Anklageentscheidungen machten die Behörden bislang nicht.

Nach übereinstimmenden Berichten von Europa Press und EFE soll der nun in Alfafar Festgenommene aktiv in denselben Gruppen agiert und zu Straftaten in Valencia für den 31. Oktober 2026 aufgerufen haben. Demnach beinhalteten die Nachrichten Hinweise, Einsatzkräfte mit Brandstiftungen abzulenken, um anschließend Diebstähle und Plünderungen zu begehen. Diese Darstellungen beruhen auf Behördeninformationen; unabhängige Gerichtsentscheidungen liegen derzeit nicht vor.

Die Sicherheitskräfte haben in den vergangenen Tagen ihre Präsenz in der Region verstärkt. Neben der Policía Nacional ist auch die Guardia Civil in Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen eingebunden. Die Behörden verweisen auf das Risiko, dass geschlossene Chatgruppen zur schnellen Mobilisierung genutzt werden könnten. Zugleich warnten sie vor Falschmeldungen in sozialen Netzwerken und riefen dazu auf, nur offizielle Hinweise zu beachten.

Rechtlich sind die Verfahren gegen Minderjährige und junge Erwachsene in Spanien besonders geregelt. Zuständige Ermittlungsrichterinnen und -richter sowie Staatsanwaltschaften prüfen nun, ob Tatbestände wie Anstiftung zu öffentlicher Unruhe, versuchte Brandstiftung oder Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung im Sinne des spanischen Strafrechts erfüllt sein könnten. Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung. Das Innenministerium kündigte an, die Ergebnisse weiterer Ermittlungen zu gegebener Zeit zu veröffentlichen.

Der Fall lenkt erneut den Blick auf die Rolle verschlüsselter Kommunikationsdienste bei der Vorbereitung von Gewalttaten. Die Behörden betonen, dass sie digitale Beweise sichern und Kommunikationswege auswerten, um die Verantwortlichen zu identifizieren. Zugleich bleibt offen, in welchem Umfang die mutmaßlich koordinierten Aktionen tatsächlich umgesetzt worden wären.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk