Die Mossos d'Esquadra haben am Montagnachmittag, 26. Oktober 2026, in Barcelona verstärkte Kontrollen rund um die Plaça Espanya durchgeführt und mehrere Jugendliche identifiziert. Anlass war ein in sozialen Netzwerken kursierender Aufruf, der der Mobilisierung vom vergangenen Samstag ähnelte. Nach Polizeiangaben blieb es am Nachmittag ruhig; eine angekündigte Versammlung kam nicht zustande.
Bereits zur Mittagszeit hatten die Mossos d'Esquadra und die Guàrdia Urbana Geschäftsleute im angrenzenden Stadtteil Sants über die Möglichkeit einer erneuten Aktion informiert und zu Vorsicht aufgerufen. Polizeistreifen positionierten sich an den Zugängen der Metrostationen, wo die meisten Identitätsfeststellungen erfolgten. Mehrere Läden, insbesondere an der Creu Coberta, schützten aus Eigeninitiative ihre Schaufenster mit Pappe. Bis zum Abend wurden keine Zwischenfälle gemeldet.
Hintergrund ist die Gewalt vom Samstag, 24. Oktober 2026, als nach einem über soziale Netzwerke verbreiteten Aufruf zu Plünderungen und Angriffen auf Einsatzkräfte kam. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurden dabei rund 130 Personen festgenommen, darunter 76 Minderjährige. Die Staatsanwaltschaft für Minderjährige beantragte am Montag die Einweisung von sechs Jugendlichen in geschlossene Einrichtungen sowie Auflagen für mehr als 20 weitere, darunter ein Verbot, an Protesten teilzunehmen. Die Ermittlungen richten sich auch auf die Urheber der digitalen Aufrufe.
Zuständig für den Einsatz am Montag war die Landespolizei Mossos d'Esquadra, unterstützt von der städtischen Guàrdia Urbana. Nach Darstellung der Behörden zielte das Vorgehen auf Gefahrenabwehr: frühzeitige Präsenz an einem zentralen Verkehrsknoten, Informationsweitergabe an die betroffenen Viertel und punktuelle Kontrollen an neuralgischen Punkten wie Metrozugängen. Identitätsfeststellungen in diesem Rahmen gehören zum polizeilichen Instrumentarium, um mögliche Verstöße gegen die öffentliche Ordnung zu verhindern und Personenströme zu steuern.
Händlerverbände berichteten, sie hätten ihre Mitglieder nach einer entsprechenden Warnung der Sicherheitskräfte informiert und zum Melden möglicher Risiken aufgefordert. Offizielle Stellen betonten, dass sich die Planung an den Mustern der Ereignisse vom Wochenende orientierte. Politische Bewertungen blieben zurückhaltend; gefordert wurde vor allem, einschlägige Gruppen in Messenger-Diensten zu schließen. Justizielle Schritte gegen mutmaßliche Beteiligte und mögliche Anstifter werden derzeit geprüft; ob hinter den Mobilisierungen organisierte Gruppen stehen oder lose, anonyme Verabredungen, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).