Andalusien

Policía Nacional zieht Bilanz zur Feria de Málaga: mehr Fälle mit Drogen der neuen Generation

Nach Abschluss der Feria de Málaga meldet die Policía Nacional 391 Verfahren, davon 315 wegen Drogen. Es gab 83 Festnahmen, 126 registrierte Schlägereien und 136 Hilfeleistungen; die Polizei spricht von einem Anstieg neuer synthetischer…

Die Policía Nacional hat nach Abschluss der Feria de Málaga am Sonntag eine Einsatzbilanz vorgelegt. Demnach wurden zwischen 14. und 23. August 2026 insgesamt 391 Protokolle (actas) aufgenommen, davon 315 im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln. Die Beamten vermerkten einen Zuwachs sogenannter Drogen der neuen Generation. Zudem wurden 38 Vorgänge wegen Waffenbesitzes registriert. In Summe nahm die Polizei 83 Personen fest. Die Zahlen stammen aus einer Mitteilung der Sicherheitskräfte, über die auch Europa Press berichtete.

Die Behörden präzisieren die 83 Festnahmen nach Deliktfeldern: Eine Person wurde wegen Raubes mit Gewalt festgesetzt, neun wegen Delikten gegen die öffentliche Gesundheit, sieben wegen Körperverletzung, neun wegen Widerstands und Ungehorsams gegenüber Einsatzkräften und zehn wegen tätlichen Angriffs auf Beamte. Weitere acht Festnahmen betrafen Delikte gegen die sexuelle Freiheit, acht die unerlaubte Waffenbesitzung; sieben Personen wurden im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt und geschlechtsspezifischer Gewalt festgenommen. Vierzehn Festgenommene waren zur Fahndung ausgeschrieben; der Rest entfiel auf andere Straftatbestände. Damit stellten Drogenverstöße den weitaus größten Anteil der geahndeten Vorgänge während der Feria de Málaga.

Nach Behördenangaben intervenierten die Einsatzkräfte während des Volksfestes in 126 Fällen wegen Schlägereien (reyertas) und leisteten 136-mal humanitäre Hilfe. Zur Identitätsfeststellung wurden nahezu 6.700 Personen kontrolliert. Für das Sicherheitsdispositiv in der andalusischen Küstenstadt Málaga waren mehr als 2.000 Polizeikräfte im Einsatz; die Bilanz geht auf ein offizielles Comunicado der Policía Nacional zurück.

Die Polizei führt den Begriff „Drogen der neuen Generation“ auf eine wachsende Präsenz neuartiger synthetischer Mischungen und Designerdrogen zurück, die in unterschiedlichen Darreichungsformen zirkulieren. Konkrete Stoffklassen nannte die Behörde in ihrer Bilanz nicht.

Zur Prävention sogenannter „chemischer Unterwerfung“ (sumisión química) – dem heimlichen Beimischen von Substanzen in Getränke – wurden im Vorfeld Maßnahmen angekündigt. Der Colegio de Médicos de Málaga verteilte nach eigenen Angaben 3.000 Testarmbänder, mit deren Hilfe sich Getränke vor Ort auf mögliche Verunreinigungen prüfen lassen sollen. Aussagen zu Einzelfällen und laufenden Ermittlungen hielten die Behörden wie üblich knapp. Die erhobenen Daten dienen als Grundlage für die Nachbereitung des diesjährigen Sicherheitskonzepts in Málaga und für mögliche Anpassungen künftiger Einsatzplanungen in Andalusien.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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