Die Arbeitgebervereinigung der kleinen und mittleren Unternehmen Pimec hat am 9. September 2026 in Katalonien die Studie "Dimensión empresarial: diagnóstico y propuestas" vorgestellt. Zentrale Aussage ist eine schwache Überlebensfähigkeit junger Firmen und eine im EU-Vergleich geringere Produktivität in Spanien. Nach Pimec bleibt nur etwa eine von zehn neu gegründeten Firmen ein Jahrzehnt am Markt.
Die Untersuchung verweist auf einen markanten Schwund in den ersten Jahren. Der Präsident des Observatori de la Pyme de Catalunya, Oriol Amat, beschreibt die Anfangsphase als "Valle de la muerte": Viele Unternehmen schreiben in den ersten vier Jahren Verluste, bevor sie in eine längere Phase des Gleichgewichts eintreten. Aus einer von Pimec präsentierten Sequenz geht hervor: Von 2.150 Gründungen bleiben nach vier Monaten 787 aktiv, nach vier Jahren 650; es gibt 260 Unternehmen nach zehn Jahren. Bis Jahr 14 halten 188 Firmen mit anhaltendem Umsatz durch, und nur 13 überschreiten diese Marke dauerhaft. Diese Zahlen stehen für die Überlebensrate junger Unternehmen und untermauern die Kernaussage der Studie.
Zur Produktivität nennt Pimec einen Wert der Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem von 34.780 Euro in spanischen kleinen und mittleren Unternehmen. Der ausgewiesene EU-Durchschnitt liegt bei 42.116 Euro. Pimec sieht darin Indikatoren für strukturelle Bremsen: geringe Skaleneffekte, zurückhaltende Investitionen und eine im Schnitt kleine Unternehmensgröße, die Internationalisierung und technologische Erneuerung erschweren.
Aus den Befunden leitet Pimec politische Vorschläge ab. Eine "Ley de impulso al crecimiento empresarial" solle Wachstumshemmnisse systematisch abbauen, einschließlich einfacherer Kooperationen, besseren Finanzierungszugangs und schlankerer Verwaltungsverfahren. Arbeits- und sozialrechtlich fordert die Vereinigung unter anderem, dass die privaten Sozialversicherungsträger Mutuas wieder Arbeitsfähigkeit (altas) bescheinigen dürfen und dass tarifliche Krankheitszuschläge überprüft und gegebenenfalls gekürzt werden. Pimec argumentiert, schnellere und klarere Verfahren könnten Fehlzeiten verringern und die Leistungsfähigkeit kleiner Betriebe stabilisieren.
Die Zahlen und Zuschreibungen stammen aus der Pimec-Präsentation und der zeitgleichen Berichterstattung. Sollten sich die Trends bestätigen, wären Folgen für Beschäftigung, Löhne und regionale Entwicklung in Spanien zu erwarten. Politisch berühren die Vorschläge heikle Linien zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsschutz. Ob eine gesetzliche Wachstumsstrategie die von Pimec identifizierten Schwächen tatsächlich adressiert, hängt von konkreter Ausgestaltung, Finanzierung und der Abstimmung mit bestehenden Förderinstrumenten ab.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).