Die Tänzerin und Choreografin Paula Comitre bringt am 6. November 2026 ihr neues Bühnenstück Bien vale un imperio in Matadero Madrid heraus. Zuvor hatte sie das Werk in einer künstlerischen Residenz in einem cortijo nahe Torrox in der Axarquía (Málaga) erarbeitet. Der lokale Bericht schildert Proben mit wechselnden Tempi, längeren Durchläufen und markanten Requisiten wie Mantón de Manila und großem Hut, die die Figur Pastora Imperio als Bezugspunkt sichtbar machen.
Der unmittelbare Anlass ist die anstehende Premiere in Madrid; Matadero Madrid führt Bien vale un imperio im Programm. Comitre nähert sich der historischen Tänzerin Pastora Imperio szenisch und musikalisch, unter anderem mit Anspielungen auf El amor brujo von Manuel de Falla, das eng mit Imperios Laufbahn verbunden ist. Die in Andalusien vorbereitete Fassung versteht sich als zeitgenössische Reflexion über Bild, Rolle und Wirkung einer Ikone des frühen 20. Jahrhunderts.
Die Arbeitsphase unweit der Küste von Málaga fand als konzentriertes Rückzugsformat statt. Der Bericht beschreibt, wie die Abgeschiedenheit der Sierra de Almijara und die kontinuierliche Probenpraxis halfen, Entscheidungen zu schärfen und Abläufe zu festigen. Die Residenz wird dem Produzenten Miguel Marín zugeschrieben, dessen Haus in den vergangenen Jahren wiederholt Flamencokünstlerinnen und -künstler aufgenommen hat. Genannt werden in diesem Zusammenhang Namen wie Manuel Liñán, Olga Pericet, Rocío Molina oder Rocío Márquez in Kooperation mit Bronquio. Für Comitre markiert die Station in Torrox eine Phase der Verdichtung, bevor die öffentliche Präsentation in Madrid erfolgt.
Matadero Madrid positioniert die Produktion als neue Arbeit einer Künstlerin, die sich seit mehreren Jahren mit historischen Tänzerinnen befasst und deren Biografien in eine heutige Bühnensprache übersetzt. Die Premiere am 6. November 2026 wird dort als Uraufführung geführt; weitere Vorstellungen sind im unmittelbaren Anschluss vorgesehen. Die Ankündigungen betonen den Brückenschlag zwischen Flamenco-Vokabular und zeitgenössischen Mitteln, ohne die historischen Bezüge zu folklorisieren.
Die Verbindung von Residenzarbeit in Andalusien und Sichtbarkeit auf einer großen Madrider Bühne verweist auf eine arbeitsteilige Förderlandschaft: Rückzug und Entwicklung in kleineren, regional verankerten Strukturen, gefolgt von der Erprobung im städtischen Zentrum. Für die Region Axarquía bedeutet das Format zugleich kulturelle Präsenz jenseits der Festivalsaison; für Comitre eröffnet die Premiere eine bundesweite Aufmerksamkeit innerhalb der spanischen Tanz- und Flamencoszene.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).