La Rioja

Partido Popular lehnt Regulierung von Ferienwohnungen in La Rioja ab

Im Parlament von La Rioja haben Izquierda Unida und der PSOE einen Vorstoß zur stärkeren Regulierung von „viviendas de uso turístico“ und gegen sogenannten „turismo de borrachera“ eingebracht; der Partido Popular lehnte die Initiative…

Kurzmeldung

Am 1. Oktober 2026 lehnte der Parlamentarische Bereich des Parlamento de La Rioja eine von Izquierda Unida eingereichte Proposición no de ley ab, die eine stärkere Regulierung der viviendas de uso turístico und eine Abkehr vom sogenannten turismo de borrachera forderte. Izquierda Unida begründete den Antrag mit sozialen Folgen des starken Wachstums von Ferienwohnungen: Druck auf Mieten, Verdrängung in historischen Zentren und Konflikte in Nachbarschaften. Carlos Ollero, Abgeordneter von Izquierda Unida, warnte, nicht jeder Anstieg der Besucherzahlen bringe automatisch Vorteile für die Mehrheit der Bevölkerung.

Der PSOE signalisierte Unterstützung für weite Teile der Initiative, verzichtete jedoch auf die Einbringung einer Tourismussteuer und forderte stattdessen genaue Inventarisierung und zeitlich befristete Beschränkungen in besonders betroffenen Bereichen. Sozialdemokratische Vertreter verwiesen auf jüngste Fälle in Logroño, wo die Stadtverwaltung die temporäre Aussetzung neuer Lizenzen kritisiert hatte, um die Situation im Casco Antiguo zu entlasten.

Der Abgeordnete Víctor Visairas wies als Sprecher des Partido Popular den Antrag mit einem „no rotundo“ zurück. Er betonte, La Rioja stehe für enoturismo, Kulturerbe und regionale Beschäftigung; strikte Eingriffe könnten Investitionen und Arbeitsplätze gefährden. Aus Sicht der Regierungsfraktion bestehe die Gefahr, ein verzerrtes negatives Bild des Sektors zu zeichnen.

Kernpunkte der Debatte bleiben die Forderung nach Transparenz über den Bestand an pisos turísticos, die Einführung von Melde- und Kontrollpflichten sowie differenzierte Genehmigungsregeln, die Konzentrationen in sensiblen Lagen begrenzen sollen. Konkrete, amtliche Zahlen wurden im Plenum nicht genannt; sowohl IU als auch PSOE fordern daher eine belastbare Bestandsaufnahme und klare Kriterien für Kommunen.

Der Streit spiegelt einen landesweit geführten Zielkonflikt zwischen Wohnraumschutz und Tourismusförderung wider. Ob Region und Rathäuser wie Logroño verbindliche Regelungen umsetzen, ist offen und hängt von weiteren parlamentarischen Initiativen sowie kommunalen Beschlüssen ab.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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