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Palmas Bürgermeister verlangt Räumung des Wohnungsprotest-Camps auf Plaza de España

Nach der Räumung der Puerta del Sol in Madrid drängt Palmas Bürgermeister Jaime Martínez die Delegación del Gobierno en Baleares, das seit Ende September bestehende Protestcamp auf der Plaza de España in Palma de…

Palmas Bürgermeister Jaime Martínez hat die Delegación del Gobierno en Baleares aufgefordert, das Wohnungsprotest-Camp auf der Plaza de España in Palma de Mallorca umgehend zu räumen. Er verwies auf das Vorgehen der Policía Nacional in Madrid, die am frühen Dienstagmorgen die Zeltstadt an der Puerta del Sol aufgelöst hatte. Die Balearen seien „nicht anders als Madrid“, begründete Martínez seinen Vorstoß.

Die Acampada por la Vivienda in Palma besteht seit Ende September als Dauerprotest gegen Wohnungsknappheit und steigende Mieten. Bereits Anfang Oktober hatte die Delegación del Gobierno en Baleares nach eigener Einschätzung erklärt, eine Räumung sei vorerst nicht angezeigt, weil die Versammlung als vorübergehend einzustufen sei und weder den öffentlichen Dienst noch die öffentliche Ordnung nachhaltig beeinträchtige. Aus dem Rathaus hieß es hingegen mehrfach, es gebe Beschwerden über Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses und der Nutzung des Platzes.

Der aktuelle Impuls folgt auf das Einschreiten in der Hauptstadt: Die Behörden in Madrid rechtfertigten die Auflösung an der Puerta del Sol als „letztes Mittel“, nachdem nach ihrer Darstellung der ursprünglich politische Charakter der Versammlung verloren gegangen sei. In Palma riefen Aktivistinnen und Aktivisten der Acampada por la Vivienda dazu auf, den Protest fortzusetzen; sie betonten, der Druck auf die Politik müsse angesichts der Lage am Wohnungsmarkt aufrechterhalten werden.

Die Interessenlage ist klar konturiert: Martínez fordert staatliches Eingreifen, um nach seiner Darstellung Sicherheit und Ordnung in der Innenstadt zu gewährleisten. Unterstützerinnen und Unterstützer der Zeltstadt pochen auf das Demonstrationsrecht und verweisen auf weitgehend friedliche Abläufe. Parallel mobilisierte die Initiative Blocus Mallorca zuletzt zu Kundgebungen; die Polizei meldete dabei einzelne Zwischenfälle und Ordnungswidrigkeiten.

Offen ist, ob die Delegación del Gobierno en Baleares ihren Kurs ändert. Die Behörde betont eine enge Abstimmung mit der Policía Nacional und den lokalen Sicherheitskräften. Eine Entscheidung über eine Räumung in Palma lag bis zum Redaktionsschluss nicht vor. Klar ist jedoch, dass ein hartes Vorgehen die lokale Protestbewegung in einen größeren nationalen Kontext stellen würde, während ein Verzicht auf Maßnahmen den Druck von Anwohnern und Gewerbetreibenden erhöhen könnte.

Die hier genannten Angaben beruhen auf Mitteilungen der Behörden sowie Berichten lokaler und nationaler Medien vom 1. bis 3. November 2026. Wörtliche Zuschreibungen und Datumsangaben wurden nach übereinstimmenden Meldungen wiedergegeben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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