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Palma begeht Todos los Santos in Son Valentí – Streit um verschlossenes Kolumbarium

Palmas Bürgermeister Jaime Martínez leitete am 1. November den offiziellen Gedenkakt auf dem Cementerio Municipal de Son Valentí. Während Kränze niedergelegt wurden, kritisierte MÉS per Palma den zeitweisen Verschluss des Columbario de la Dignidad.

Am Sonntag, 1. November 2026, hat Palmas Bürgermeister Jaime Martínez den traditionellen städtischen Gedenkakt zu Todos los Santos auf dem Cementerio Municipal de Son Valentí angeführt. Begleitet von Mitgliedern der Stadtfraktionen wurden auf der Plaza de la Llibertat und der Plaza del Record Kränze niedergelegt. Eine musikalische Darbietung beschloss die Zeremonie. Organisiert wurde der Ablauf von der Empresa Funeraria Municipal in Abstimmung mit dem Ayuntamiento de Palma.

Für den Besuchsandrang zum Gedenktag verlängerten die städtischen Friedhöfe ihre Öffnungszeiten. Zudem setzte die EMT zusätzliche Busse zum Friedhof ein, um den Zugang zu erleichtern. Diese Maßnahmen waren im Vorfeld angekündigt worden und ergänzten das Programm aus Messen, Blumenopfern und musikalischen Beiträgen. Die EMT ist der städtische Verkehrsbetrieb; die Empresa Funeraria Municipal verantwortet den Betrieb der kommunalen Friedhöfe und koordiniert die Abläufe vor Ort mit dem Rathaus. Ziel der erweiterten Angebote war es, Wegezeiten zu verkürzen und das Nadelöhr an den Hauptzugängen zu entlasten.

Lokale Medien berichten, dass im Rahmen der Zeremonie auch der Opfer eines in den Tagen zuvor in Zentralspanien gemeldeten Zugunglücks gedacht wurde. Damit verband das Rathaus das lokale Gedenken mit einem aktuellen nationalen Traueranlass. Konkrete Teilnehmerzahlen oder vollständige Redetexte lagen bis zum Nachmittag nicht vor.

Für Unruhe sorgte am Vormittag die Kritik der Partei MÉS per Palma. Sie bemängelte, das Columbario de la Dignidad – ein Bereich des Friedhofs, in dem Überreste von Opfern politischer Repression ruhen – sei zeitweise verschlossen gewesen. Nach Darstellung der Partei habe dies Familien den Zugang am Gedenktag erschwert. Die Beschwerde wurde öffentlich gemacht und von mehreren lokalen Medien aufgegriffen. Aus dem Rathaus waren zunächst unterschiedliche Darstellungen zu hören; eine abschließende Einordnung stand am Sonntag noch aus. In der Sache berührt die Auseinandersetzung die Zuständigkeiten zwischen Ayuntamiento de Palma und Empresa Funeraria Municipal: Zugangsregeln und Öffnungszeiten werden städtisch festgelegt, die operative Umsetzung liegt beim kommunalen Bestattungsunternehmen.

Der Gedenkakt folgt in Palma seit Jahren einem festen Ablauf mit Kranzniederlegungen an den zentralen Erinnerungsorten des Friedhofs und musikalischen Beiträgen. In diesem Jahr prägten neben dem kollektiven Erinnern vor allem organisatorische Fragen wie Öffnungszeiten und Verkehrsanbindung die Berichterstattung – sowie die politische Auseinandersetzung um den Zugang zum Columbario de la Dignidad. Sie kreist um die Erwartungen Angehöriger an niedrigschwelligen Zugang am Feiertag und um die Verwaltungspraxis auf dem Gelände.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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