Oviedo hat am 3. November 2026 sein finales Bewerbungsdossier „Elegir la utopía“ für die Europäische Kulturhauptstadt 2031 im Ministerium für Kultur in Madrid übergeben. Die Übergabe erfolgte laut der Kandidatur um 10.30 Uhr; das Dokument umfasst 100 Seiten. Es stützt sich nach Angaben der Verantwortlichen auf einen Beteiligungsprozess mit mehr als 1.000 eingebundenen Personen, darunter 200 Interviews und rund 100 Umfragen.
Als Ansprechpersonen der Bewerbung werden die Codirektorin der künstlerischen Leitung, Zoe López, und der Leiter der Kandidatur, Rodolfo Sánchez, genannt. Beide betonen den partizipativen Ansatz, der unter dem Leitmotiv „Elegir la utopía“ Projekte und Programmlinien bündelt, die in die Endbewertung einfließen sollen. Inhaltliche Details zum Programmschwerpunkt und zum Ablauf der geplanten Vorhaben werden im Dossier umrissen; konkrete Zahlen zur Gesamtfinanzierung wurden in der öffentlichen Vorstellung nicht beziffert.
Die Übergabe markiert den nächsten formalen Schritt im nationalen Auswahlprozess, der in Spanien durch ein unabhängiges Expertengremium begleitet wird. Das spanische Kulturministerium hatte im Verlauf des Jahres 2026 die vier Finalstädte bestätigt: Oviedo, Cáceres, Granada und Las Palmas de Gran Canaria. In den kommenden Wochen sind Präsentationen vor dem Gremium und Vor-Ort-Prüfungen vorgesehen. Zeitpläne und Abläufe werden vom Ministerium veröffentlicht; Abweichungen zwischen regionalen Ankündigungen und endgültigen Terminen sind in dieser Phase üblich und werden nach offizieller Bestätigung klargestellt.
Die Entscheidung über den Zuschlag beruht auf Kriterien der Europäischen Union und der nationalen Ausschreibung, darunter kulturelle Strategie, europäische Dimension, Einbindung lokaler Akteure, Management und Umsetzungsfähigkeit. Für die Beurteilung spielen sowohl die künstlerische Qualität als auch die Realisierbarkeit und die geplante Wirkung über das Titeljahr hinaus eine Rolle. Die heutige Einreichung schafft dafür die formale Grundlage; die Bewertung der Inhalte folgt im nächsten Schritt durch das Expertengremium.
Die Kandidatur positioniert Oviedo damit sichtbar im Endfeld der Auswahl. Unabhängig vom Ausgang gilt die Europäische Kulturhauptstadt 2031 in Spanien als Prozess mit Signalwirkung für Kulturpolitik, Stadtentwicklung und regionale Kooperationen. In Oviedo zielt der Ansatz laut Bewerbung auf eine langfristige Verstetigung kultureller Programme, die mit Partnern aus Asturien und anderen Teilen Europas gemeinsam entwickelt werden sollen.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).