Baskenland

Osalan wirbt in Bilbao für Building Information Modeling im Arbeitsschutz am Bau

Am 8. Oktober 2026 diskutierten Fachleute im Palacio Euskalduna in Bilbao, wie Building Information Modeling die Prävention auf Baustellen stärken kann.

Am 8. Oktober 2026 hat Osalan im Palacio Euskalduna in Bilbao die Fachtagung „La utilización de la Metodología BIM para la PRL en las obras de construcción“ ausgerichtet. Im Mittelpunkt stand, wie Building Information Modeling (BIM) die „prevención de riesgos laborales“ – also den systematischen Arbeitsschutz – von der frühen Planung bis zur Ausführung und dem Betrieb von Bauprojekten verankern kann. Die Eröffnung übernahm Lourdes Íscar, Generaldirektorin von Osalan, die Schlussworte sprach Inés Álvarez, stellvertretende technische Direktorin.

Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Unternehmen und Beratung präsentierten Praxisbeispiele: modellgestützte Gefährdungsanalysen, digitale Kollaborationsplattformen zur Abstimmung von Planungs- und Ausführungsgewerken sowie Verfahren für ein durchgängiges Datenmanagement über den Lebenszyklus eines Bauwerks. Mehrere Beiträge hoben hervor, dass eine frühzeitige, datenbasierte Planung Risiken sichtbar macht, Schnittstellenfehler verringert und Schutzmaßnahmen präziser terminierbar und kontrollierbar werden lässt.

Zugleich wurden offene Punkte benannt. Diskutiert wurden fehlende, durchgängig anwendbare Datenstandards, Fragen der Verantwortlichkeit beim Austausch von Planungs- und Ausführungsinformationen sowie der Bedarf an Qualifizierung, damit insbesondere kleine und mittlere Betriebe digitale Werkzeuge wirksam nutzen können. Teilnehmende schilderten Erfahrungen aus Ausschreibungen und Bauprojekten, in denen BIM-Vorgaben eine wachsende Rolle spielen; Tempo und Tiefe der Umsetzung hängen jedoch von verfügbaren Ressourcen, Kompetenzprofilen und projektbezogenen Anforderungen ab.

Die Tagung ordnete die Digitalisierung als Treiber einer stärkeren Präventionskultur ein. Aus Sicht der eingeladenen Fachleute kann der kontinuierliche Einsatz von Modellen und verlässlichen Daten die Koordination zwischen den am Bau Beteiligten verbessern, Risiken antizipierbar machen und so sicherere Arbeitsumgebungen fördern. Rechtsverbindliche Beschlüsse wurden in Bilbao nicht gefasst; Ziel war der fachliche Austausch über erprobte Ansätze, Hindernisse und nächste Schritte.

Für Osalan als zuständige Institution für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit im Baskenland ist das Thema strategisch: Der Ansatz verknüpft technische Planung mit präventiven Anforderungen und zielt auf eine verlässlichere Umsetzung von Maßnahmen auf der Baustelle. Ob sich dadurch kurzfristig messbar bessere Sicherheitskennzahlen ergeben, wird nach Einschätzung von Teilnehmenden davon abhängen, wie rasch Standards vereinheitlicht, Zuständigkeiten geklärt und Investitionen in Aus- und Weiterbildung mobilisiert werden.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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