Baskenland

Osakidetza erprobt Brille mit erweiterter Realität für Alzheimer-Betroffene

Die Gesundheitsverwaltung des Baskenlandes hat zum Weltalzheimertag ein Forschungsprojekt vorgestellt, das mit einer Brille mit erweiterter Realität Menschen mit Alzheimer bei Alltagsschritten anleiten soll.

Osakidetza, der öffentliche Gesundheitsdienst des Baskenlandes, hat am 21. September ein Forschungsprojekt zur Nutzung einer Brille mit erweiterter Realität vorgestellt. Ziel ist es, Menschen mit Alzheimer bei alltäglichen Handlungen länger selbstständig zu halten. Der aktuelle Anlass ist der Weltalzheimertag, an dem die Gesundheitsverwaltung des Baskenlandes die Vorhaben erläutert hat.

Die geplante Anwendung blendet im Sichtfeld der Nutzerin oder des Nutzers virtuelle Elemente in die reale Umgebung ein. Über solche Augmented-Reality-Überlagerungen sollen visuelle und bei Bedarf auditive Hinweise Schritt für Schritt durch Routinen führen, etwa beim Zubereiten einfacher Mahlzeiten, bei der Einnahme von Medikamenten oder bei der Körperpflege. Die Hoffnung der Verantwortlichen: klare, kontextbezogene Anleitungen senken die Fehlerquote, entlasten Angehörige und Pflegekräfte und verzögern Abhängigkeiten im Alltag. Zugleich betont Osakidetza, dass die Technik Unterstützung bieten, aber professionelle und familiäre Betreuung nicht ersetzen soll.

Nach Angaben der Gesundheitsverwaltung befindet sich das Vorhaben in der Forschungs- und Entwicklungsphase. Geplant sind technische Tests, die Prüfung der Nutzerfreundlichkeit sowie die Bewertung von Sicherheit und Wirksamkeit in geeigneten Umgebungen. Bevor ein Einsatz im häuslichen Umfeld in Betracht kommt, sollen Datenschutz, ethische Fragen und die Barrierefreiheit für ältere Menschen adressiert werden. Die entwickelnde Seite verweist zudem darauf, dass eine zuverlässige Erkennung der jeweiligen Alltagssituation durch Sensorik und Software Voraussetzung für präzise Anleitungen ist – ein Bereich, der vor der Anwendung mit Betroffenen validiert werden muss.

Die Initiative reiht sich in eine breitere Digitalstrategie von Osakidetza ein, die von Telemedizin bis zu Rehabilitationshilfen reicht. Mit der nun angekündigten Arbeit an einer Brille mit erweiterter Realität richtet sich der Fokus auf kognitive Unterstützung im häuslichen Umfeld. Alzheimer und andere Demenzen gelten in Spanien und im Baskenland als wachsende Versorgungsaufgabe, weshalb Lösungen gefragt sind, die Autonomie verlängern und Ressourcen gezielt einsetzen.

Zeit- und Kostenpläne über die Entwicklungsphase hinaus wurden am Montag nicht genannt. Auch bleibt vorbehalten, welche Patientengruppen und Alltagssituationen sich für den späteren Praxistest eignen. Fest steht: Erst wenn die technische Tauglichkeit, der Schutz persönlicher Daten und die Akzeptanz bei Nutzerinnen und Nutzern belegt sind, könnte die Brille mit erweiterter Realität in größerem Umfang geprüft werden.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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