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Nogueras: Junts will die zwei spanischen Blöcke bremsen

Míriam Nogueras hat in Barcelona den Führungsanspruch von Junts per Catalunya als Gegengewicht zu den „zwei spanischen Blöcken“ bekräftigt und erneut ausgeschlossen, eine Regierung von Partido Popular und Vox zu ermöglichen.

Míriam Nogueras, Spitzenkandidatin von Junts per Catalunya für den Kongress der Abgeordneten, hat am 17. Oktober 2026 in Barcelona die Rolle ihrer Partei als Gegengewicht zu den „zwei spanischen Blöcken“ bekräftigt. Sie stellte Junts als Kraft dar, die aus der Mitte heraus beide Lager ausbremse, weil diese ihrer Ansicht nach zunehmend von extremen Positionen geprägt seien. Eine Unterstützung einer Regierung von Partido Popular und Vox schloss sie erneut aus.

Nogueras verwies auf die vergangene Legislaturperiode, in der sie die Fraktion von Junts im Kongress der Abgeordneten als Sprecherin führte, und betonte den Anspruch, spezifische Interessen Kataloniens in Madrid durchzusetzen. Junts trete weder dem rechten noch dem linken Block bei, sagte sie, sondern setze auf Verhandlungen mit klaren Bedingungen, die aus Sicht ihrer Partei Katalonien priorisieren.

Inhaltlich koppelte Nogueras ihre Positionierung an Kritik an anderen Akteuren. Sie warf dem PSOE vor, sich von parteipolitischen Kalkülen leiten zu lassen, und kritisierte namentlich Salvador Illa dafür, nationale Prioritäten über katalanische Belange zu stellen. Konkrete Koalitionsszenarien kommentierte sie nicht; über Mehrheiten würden die Wählerinnen und Wähler entscheiden.

Mit Blick auf den anberaumten Wahltermin am 29. November 2026 ordnete Nogueras die Abstimmung als Entscheidung über das Kräfteverhältnis in Spanien und die Stellung Kataloniens ein. Sie deutete an, dass Junts ihre Kampagne mit vertrauten Strukturen aus der vorigen Legislaturperiode fahre, ohne umfassende Personalien zu nennen. Das Verfahren zur Bestätigung ihrer Kandidatur sei innerhalb der Partei auf Schiene gebracht.

Die Aussagen fügen sich in wiederholte Signale von Junts ein, in denen die Partei ihre Unabhängigkeit gegenüber beiden landespolitischen Großlagern betont. Nogueras begründete diese Linie mit dem Anspruch, Einfluss auf staatliche Politikfelder zu nehmen, die aus ihrer Sicht unmittelbare Auswirkungen auf Katalonien haben. Dazu zählte sie in früheren Stellungnahmen unter anderem Wohnungs-, Haushalts- und Infrastrukturfragen. Welche Prioritäten Junts im Detail in die nun beginnende Schlussphase des Wahlkampfs tragen will, ließ sie offen.

Die Einordnung als „Mitte“ ist eine politische Selbstbeschreibung von Junts per Catalunya und keine unabhängige Bewertung. Konkrete Umfragewerte oder belastbare Prognosen zu Mandatsverteilungen nannte Nogueras nicht. Ihre Kernaussagen zielten auf Abgrenzung zu Partido Popular, Vox und PSOE sowie auf die Zusicherung, parlamentarischen Einfluss zugunsten Kataloniens zu nutzen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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