Der Verband der Landwirte und Viehhalter von Navarra hat am 28. September 2026 das spanische Ministerio para la Transición Ecológica y el Reto Demográfico aufgefordert, die Ausschreibung für die zweite Bauphase des Canal de Navarra umgehend zu veröffentlichen. In einer Mitteilung beklagte der Verband, es gebe nach wie vor keinen konkreten Termin für die Veröffentlichung der Unterlagen.
Der aktuelle Anlass ist die aus Sicht des Verbands ausbleibende Umsetzung einer im Frühjahr angekündigten Zeitschiene. Am 21. April 2026 hatten der Staat und das Gobierno de Navarra einen Finanzierungs- und Ausführungskonvent zur zweiten Bauphase des Canal de Navarra vorgestellt. Darin wurde eine Ausschreibung im Laufe des Jahres 2026 in Aussicht gestellt. Seither verweisen Berufs- und Anwohnerverbände auf Verzögerungen und fordern Planungssicherheit.
Die zweite Bauphase des Canal de Navarra gilt insbesondere in der Ribera und weiteren Landesteilen als Schlüssel für Bewässerung, Versorgungssicherheit und die Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe. Ohne öffentliche Ausschreibung können allerdings keine Bauaufträge vergeben werden. Nach Regierungsangaben wurden in den vergangenen Monaten vorbereitende Verwaltungsakte erledigt, darunter die Festlegung maximaler Entschädigungswerte für Enteignungen. Diese Schritte sind Voraussetzung für den Baubeginn, ersetzen aber die Ausschreibung nicht.
Auf parlamentarischer Ebene liegen mehrere Initiativen vor, die das Ministerium zu einem verbindlichen Zeitplan drängen. Die Regierung Navarra hat 2026 wiederholt erklärt, sie unterstütze alle erforderlichen Schritte, damit die Ausschreibung zustande komme. Für die Durchführung der Verfahren ist die Gesellschaft Canal de Navarra, S.A. zuständig.
Landwirtschaftliche Verbände führen an, die Unsicherheit bremse Investitionen in Flurbereinigung, Bewässerungsnetze und mehrjährige Betriebsplanungen. Zudem befürchten sie Kostensteigerungen durch Baupreis- und Zinsentwicklung, sollten die Vergaben weiter hinausgezögert werden. Das Ministerium verwies zuletzt auf die laufenden verwaltungsrechtlichen Vorarbeiten; einen neuen Veröffentlichungstermin nannte es nicht.
Fakt ist: Die Forderung nach Dringlichkeit stammt aus der Verbandsmitteilung vom 28. September 2026. Der Finanzierungs- und Ausführungskonvent wurde am 21. April 2026 bekanntgegeben. Darüber hinaus sind bislang keine belastbaren, neuen Termine für die öffentliche Ausschreibung dokumentiert.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).