Wirtschaft

Nach Zugbrand bei Ricla: Madrid–Barcelona fährt am dritten Tag nur eingeschränkt

Nach dem Brand an einem AVE bei Ricla in der Provinz Zaragoza bleibt die Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Barcelona auch am Mittwoch nur teilweise nutzbar. Adif führt den Betrieb abschnittsweise eingleisig, Renfe, Iryo und Ouigo streichen Verbindungen…

Drei Tage nach dem Brand an einem Hochgeschwindigkeitszug bei Ricla in der Provinz Zaragoza ist die Verbindung Madrid–Barcelona weiterhin gestört. Der Infrastrukturbetreiber Adif lässt den Abschnitt zwischen Ricla und Plasencia de Jalón seit Dienstag nur eingeschränkt und abschnittsweise eingleisig befahren. Die Wiederaufnahme des Regelbetriebs verläuft nach Adif-Angaben schrittweise; am Mittwoch sind weiter Verspätungen und Zugausfälle zu erwarten.

Der Vorfall ereignete sich am 12. Oktober 2026. Der betroffene AVE-Zug wurde evakuiert, die Feuerwehr löschte den Brand. Verletzt wurde nach bisherigen Berichten niemand. Adif prüft die Infrastruktur und koordiniert die Bergung des Zuges. Solange Arbeiten und Sicherheitschecks andauern, gelten reduzierte Geschwindigkeiten und eine verringerte Kapazität auf der Trasse.

Die Betreiber Renfe, Iryo und Ouigo passen ihre Verkehrsprogramme an. Renfe kündigte an, die Angebotspalette an die Engpässe im betroffenen Abschnitt anzulehnen und teils mit einfacheren Zugzusammenstellungen zu fahren. Iryo strich für Mittwoch mehrere Verbindungen mit Halt in Zaragoza. Auch Ouigo meldete Anpassungen einzelner Fahrten. Fahrgäste werden nach Unternehmensangaben auf verfügbare Züge umgebucht oder können Tickets kostenfrei erstatten lassen.

Am Dienstag kam es in den Knotenbahnhöfen Atocha in Madrid und Sants in Barcelona zu längeren Wartezeiten und unübersichtlichen Situationen. Auch am Mittwoch rechneten die Betreiber mit Verzögerungen im Tagesverlauf. Adif hatte bereits am Dienstagabend darauf hingewiesen, dass die Stabilisierung des Betriebs nur schrittweise erfolgen könne.

Die Strecke Madrid–Barcelona zählt zu den am stärksten nachgefragten Relationen im spanischen Hochgeschwindigkeitsnetz. Kurzfristig führen Bergung und Prüfungen zu geringerer Kapazität, was die Planung der Betreiber und die Zuverlässigkeit für Pendlerinnen und Pendler beeinträchtigt. Aussagen zu den Ursachen des Brandes oder zur Höhe der Sachschäden lagen bis Mittwochmorgen nicht bestätigt vor.

Fakt ist: Der Brand vom 12. Oktober 2026 in Ricla hat weiterhin konkrete Folgen für den Verkehr. Die Linie bleibt bis auf Weiteres abschnittsweise eingleisig, mit reduzierten Geschwindigkeiten und angepassten Fahrplänen bei Renfe, Iryo und Ouigo. Prognosen, wann der vollständige Regelbetrieb erreicht wird, gaben Adif und die Betreiber zunächst nicht ab.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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