Aragón

Nach Tod der Bürgermeisterin fordern Gewerkschaften Untersuchung bei Correos in Aragón

Nach dem tödlichen Unfall der Bürgermeisterin von Fuentes de Jiloca, Rosana Perruca Remartínez, bei einer Zustelltour am 17. September in Langa del Castillo verlangen Gewerkschaften in Aragón eine Untersuchung der Arbeitsbedingungen bei Correos.

In Aragón fordern Gewerkschaften nach dem Tod von Rosana Perruca Remartínez, Bürgermeisterin von Fuentes de Jiloca und Landzustellerin, eine umfassende Untersuchung der Arbeitsbedingungen bei Correos. Die 41-Jährige war am 17. September 2026 in Langa del Castillo bei einer Zustelltour tödlich verunglückt. Die Regierungsvertretung in Aragón bestätigte den Todesfall.

Die Gewerkschaft CSIF drängt auf die Einstufung als Arbeitsunfall und auf eine Klärung, ob Organisation, Ausrüstung und Sicherheitsvorgaben im ländlichen Zustelldienst zur Risikolage beitragen. Sie verweist auf wiederholte Hinweise aus der Fläche: zu wenige Beschäftigte, längere und verzweigte Routen über mehrere Orte, hoher Zeitdruck sowie der Einsatz betagter Fahrzeuge. Nach Gewerkschaftsangaben übernehmen Landzustellerinnen und Landzusteller neben Briefen und Paketen zunehmend zusätzliche Aufgaben, was die Touren verlängere. Correos erklärte auf Nachfrage, man nehme keine Bewertungen zu Äußerungen der Arbeitnehmervertretungen vor.

Aus regionalen Berichten geht hervor, dass Perruca ihre Tätigkeit bei Correos in der Dienststelle Daroca zum 1. Juni 2026 aufgenommen hatte. Parallel stand sie seit den Kommunalwahlen 2023 an der Spitze von Fuentes de Jiloca in der Provinz Zaragoza. Nach dem Unfall bekundeten lokale Behörden und politische Vertreter in Aragón ihre Anteilnahme.

Bestätigt sind Unfallort und -datum sowie die Identität und Doppelfunktion der Verstorbenen. Offen bleibt, wie es konkret zu dem Zusammenstoß kam. Untersucht werden müssen mögliche technische Defekte am Zustellfahrzeug, die Streckenplanung und etwaiger Zeitdruck. Zuständig sind die Polizei für den Hergang und die Arbeitsaufsicht für die Bewertung als meldepflichtiger Arbeitsunfall.

Unabhängig vom Einzelfall wollen Gewerkschaften strukturelle Folgen ziehen. Im Raum stehen Forderungen nach mehr Personal, verbindlichen Sicherheitschecks der Fahrzeugflotte, realistischeren Tourenplänen mit geringerer Zahl von Ortschaften pro Route sowie klaren Vorgaben zu Pausen und zu gewerblichen Zusatzaufgaben. Arbeitgeberseite und Behörden haben sich in der Sache bislang zurückhaltend geäußert; Ergebnisse laufender Ermittlungen liegen noch nicht vor.

In ländlichen Regionen Aragoniens ist die postalische Grundversorgung von weiten Fahrstrecken und schwankendem Paketaufkommen geprägt. Der aktuelle Fall bündelt diese Herausforderungen politisch: Er verknüpft die Sicherheit der Beschäftigten mit der Frage, unter welchen Bedingungen der staatliche Universaldienst in dünn besiedelten Gebieten zuverlässig erbracht werden kann.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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