Andalusien

Museo de Bellas Artes Sevilla zeigt ab 18. November Juan-de-Mesa-Retrospektive

Das Museo de Bellas Artes de Sevilla kündigt für den 18. November 2026 die Ausstellung „Juan de Mesa (1583–1627)“ mit 47 Werken an. Die Schau läuft bis zum 7. März 2027 und bündelt Leihgaben…

Das Museo de Bellas Artes de Sevilla eröffnet am 18. November 2026 die Ausstellung „Juan de Mesa (1583–1627)“. Nach Angaben der Junta de Andalucía werden 47 Werke des sevillanischen Barockbildhauers zusammengeführt. Die Retrospektive ist bis zum 7. März 2027 geplant und bündelt Leihgaben aus rund dreißig Institutionen, darunter kirchliche Körperschaften, Bruderschaften und Museen.

Die Kuratorinnen und Kuratoren ordnen die Arbeiten chronologisch und thematisch und stellen Werkbezüge im Umkreis des sevillanischen Barock her. Ein Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit und den Einflüssen zwischen Juan de Mesa und seinem Lehrer Juan Martínez Montañés. Die Auswahl umfasst zentrale Christus- und Heiligendarstellungen, die im andalusischen Raum auch heute für die öffentliche Frömmigkeit von Bedeutung sind. Mehrere Skulpturen, die üblicherweise in Kirchen und Bruderschaftshäusern präsentiert werden, sollen für die Dauer der Ausstellung im Museum gezeigt werden. Die betreffenden Transfers erfolgen laut Veranstaltern in Abstimmung mit den Leihgebern und nach formaler Genehmigung der jeweiligen Träger.

Parallel zur Präsentation ikonischer Werke verfolgt die Schau konservatorische und forschungsbezogene Ziele. Vorgesehen sind die Auswertung von Restaurierungsunterlagen, materialtechnische Untersuchungen an den Holzskulpturen sowie Vergleiche mit überlieferten Werkstattdokumenten. Damit wollen die Verantwortlichen Herstellungsprozesse und Zuschreibungsfragen präziser fassen. Das Museo de Bellas Artes de Sevilla weist auf spezielle Transport-, Restaurierungs- und Versicherungsmaßnahmen für die empfindlichen Leihgaben hin; die Detailabstimmung mit den auswärtigen Sammlungen läuft bis zur Eröffnung weiter.

Der Ausstellungstermin ist in den Jahresplan des Museums eingebettet und steht zugleich im Zeichen des 400. Todestags des Künstlers. Der Ansatz, liturgisch geprägte Skulpturen in den musealen Kontext zu überführen, soll den Wechsel der Bedeutungsräume sichtbar machen: von der Aufstellung im Stadtraum und in der Liturgie zur wissenschaftlich kommentierten Präsentation. Für Sevilla bietet die Retrospektive die Gelegenheit, die künstlerische Entwicklung Juan de Mesas und seine Rolle im Barock der Stadt in seltener Dichte zu überblicken.

Die Junta de Andalucía hebt hervor, dass die Zusammenführung der 47 Werke nur durch die breite Beteiligung der Leihgeber möglich wird. Termine, Leihlisten und weitere organisatorische Details kündigte das Museum für die kommenden Tage an.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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