Murcia

Murcia verlangt Klärung zu widersprüchlichen Briefen zur Formación Profesional Especial

Die Regionalregierung von Murcia sieht zwei Schreiben des Bildungsministeriums zur Altersgrenze für die Formación Profesional Especial als widersprüchlich und fordert eine rasche Klärung.

Die Regionalregierung der Región de Murcia beantragt beim Ministerio de Educación y Formación Profesional eine Klärung zu zwei Schreiben, die nach ihrer Darstellung widersprüchliche Vorgaben zur Altersgrenze für den Zugang zur Formación Profesional Especial enthalten. Regierungssprecherin Marisa López erklärte am 24. September 2026, man wolle zeitnah ein Gespräch mit dem Ministerium, um festzustellen, welches Schreiben verbindlich ist und auf welcher Rechtsgrundlage es beruht.

Im Zentrum steht der límite de edad für Bewerberinnen und Bewerber zur Formación Profesional Especial im Schuljahr 2026/2027. Nach Angaben der Consejería de Educación fordert eines der Schreiben eine Anpassung regionaler Aufnahmeregeln, weil eine in Murcia vorgesehene Höchstaltersgrenze mit der staatlichen Regelung unvereinbar sei. Ein weiteres Schreiben werde dagegen von der Regionalregierung so verstanden, dass es eine abweichende Auslegung nahelege. Nach Darstellung der Region läuft für eine formale Stellungnahme eine Frist bis zum 15. Oktober 2026.

Die Auseinandersetzung berührt die Auslegung staatlicher Vorgaben zu inklusiver Berufsbildung und zu Altersgrenzen in sonderpädagogisch ausgerichteten Bildungsgängen. Sollte die Región de Murcia an einer engeren Altersgrenze festhalten, hätte dies unmittelbare Folgen für betroffene Jugendliche und ihre Familien, etwa beim Übergang in Ausbildung, betreute Tagesstrukturen oder Beschäftigung. Befürworter einer großzügigen Auslegung argumentieren, dass starre Alterslimits die individuelle Förderung erschweren könnten; die Regionalverwaltung verweist demgegenüber auf die Notwendigkeit klarer und rechtskonformer Zugangskriterien.

In Murcia forderten Oppositionsvertreter sowie Bildungsgewerkschaften die umgehende Beseitigung einer etwaigen Ausschlussregel und mahnten die Beachtung verbindlicher staatlicher Vorgaben an. Die Consejería de Educación kündigte an, beide Schreiben formal zu prüfen und das Ministerium um eine eindeutige und schriftliche Präzisierung zu ersuchen. Bis zu einer Klärung will die Regionalregierung nach eigenen Angaben keine Änderungen an den laufenden Aufnahmeverfahren bekannt geben.

Das Ministerio de Educación y Formación Profesional äußerte sich bis zur Veröffentlichung dieser Meldung nicht öffentlich zu Inhalt und Rechtsauffassung der beiden Schreiben. Der weitere Verlauf hängt von der angekündigten Besprechung sowie einer möglichen schriftlichen Konkretisierung der Vorgaben ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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