Die Asamblea Regional hat am Mittwoch in Murcia festgelegt, dass der Plan de Salud 2026–2032 verbindliche, messbare Ziele zur Verkürzung der Wartelisten enthalten muss. Erfasst sind die Primärversorgung (Atención Primaria), Fachambulanzen (consultas externas), Diagnostik (pruebas diagnósticas) und Operationen (intervenciones quirúrgicas). Zudem soll der Plan ein Instrument erhalten, um regionale Ungleichheiten beim Zugang zur Versorgung abzubauen. Ein von der sozialistischen Fraktion vorgeschlagener außerordentlicher Sonderplan zur zusätzlichen Wartelistenreduktion fand hingegen keine Mehrheit.
Anlass war eine Plenarsitzung, in der Gesundheitsministerin Isabel Ayala den Entwurf verteidigte und über Änderungen abstimmen ließ. Nach übereinstimmenden Berichten wurden 46 von 53 Änderungsanträgen angenommen. Dazu zählt die Vorgabe, Indikatoren und Zielwerte zur Bewertung der Wartezeiten festzuschreiben. Der Vorstoß, konkrete Reduktionsziele im Plan zu verankern, erhielt breite Zustimmung einschließlich des Grupo Mixto.
Die Regionalregierung begründet den Kurs mit bereits laufenden Maßnahmen. Der Plan de Salud 2026–2032 soll die Primärversorgung stärken, die Versorgung in der Salud Mental querschnittlich integrieren und gezielte Schritte in Diagnostik und Chirurgie koordinieren. Nach Regierungsangaben knüpft er an seit 2023 verfolgte Programme zur Wartelistenverkürzung an und sieht Personal- und Finanzschritte vor, deren Detailausgestaltung nun verwaltungsintern konkretisiert werden muss.
Oppositionsfraktionen kritisierten in der Debatte, die bisherigen Anstrengungen hätten die Wartelisten nicht ausreichend abgebaut; zudem gebe es unterschiedliche Datenlagen in der öffentlichen Diskussion. Die Fraktion des Partido Popular verwies dagegen auf einen strategischen Ansatz des Plans und betonte dessen Bedeutung, strukturelle Zugangsungleichheiten in der Región de Murcia zu mindern. Diese parteipolitischen Bewertungen wurden im Plenum protokollarisch zugeschrieben und stehen unter dem Vorbehalt weiterer Beratungen.
Mit der Annahme der Änderungen geht der Plan de Salud 2026–2032 zur weiteren Ausarbeitung an die Exekutive zurück. Die konkrete Definition der Indikatoren, Zielwerte und Fristen erfolgt in den nächsten Schritten der Verwaltung und kann zusätzliche parlamentarische Befassungen nach sich ziehen. Auswirkungen werden vor allem beim Servicio Murciano de Salud erwartet: von der Ressourcenplanung über Terminmanagement und Messmethoden bis hin zur Steuerung der Kapazitäten in Primär- und Spezialversorgung. Verbindliche Finanzzusagen und detaillierte Zeitpläne waren zum Abschluss der Plenarsitzung noch nicht beschlossen.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).