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Murcia fordert im Europäische Union-Haushalt 2028–2034 geschützte Mittel für soziale Inklusion

Die Regionalregierung von Murcia hat am 10. Oktober 2026 angekündigt, mit dem Dritten Sektor für fest verankerte und ausreichend dotierte Sozialmittel im neuen Mehrjährigen Finanzrahmen der EU zu werben.

Die Regionalregierung der Region Murcia hat am 10. Oktober 2026 angekündigt, gemeinsam mit Organisationen des Dritten Sektors dafür einzutreten, dass der Mehrjährige Finanzrahmen 2028–2034 der Europäischen Union geschützte und verlässliche Mittel für soziale Inklusion und die Unterstützung besonders verletzlicher Gruppen vorsieht. Geplant sind Gespräche mit nationalen Stellen in Madrid sowie mit europäischen Akteuren in Brüssel.

Nach Angaben der Regierung zielt die Initiative darauf, Programme zur Arbeitsmarktintegration, Qualifizierung und Armutsbekämpfung langfristig abzusichern und deren Zugänglichkeit in den Regionen zu gewährleisten. Bezugspunkt ist der Europäische Sozialfonds Plus, der seit 2021 Projekte in Murcia fördert. Konkrete aktuelle Empfängerzahlen und Projektvolumina nannte die Regionalregierung in ihrer Mitteilung nicht; der Appell richtet sich vorrangig an die laufenden Verhandlungen auf EU- und Staatsebene.

Hintergrund ist die Neuaufstellung des EU-Haushaltsrahmens für 2028–2034. In Brüssel liegen Vorschläge zur Vereinfachung und Neugewichtung von Struktur- und Sozialmitteln vor. Dabei werden unter anderem die Sichtbarkeit und Eigenständigkeit des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie mögliche Mindestquoten für soziale Ausgaben diskutiert. Regionen und kommunale Träger warnen, dass eine stärkere Bündelung in nationalen Programmen den direkten Zugang regionaler Projekte erschweren könnte. Befürworter einer klar ausgewiesenen Sozialfinanzierung verweisen auf Planungs- und Investitionssicherheit für Einrichtungen, die mit mehrjährigen Maßnahmen arbeiten.

Aus der Sicht Murcias steht die soziale Kohäsion als gleichrangige Priorität neben anderen EU-Zielen. Vertreter des Dritten Sektors in der Region betonen, dass verlässliche Mittelbindungen Voraussetzung seien, um Angebote für Kinder und Jugendliche, Langzeitarbeitslose, Menschen mit Behinderungen oder Alleinerziehende fortzuführen und auszubauen. Ähnliche Forderungen kommen auch von europäischen Gremien, die für die nächste Haushaltsperiode einen starken, eigenständigen Sozialfonds und klare Leitplanken für soziale Investitionen anmahnen.

Wie die Mittelarchitektur im Mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2034 am Ende ausgestaltet wird, entscheidet sich in den Verhandlungen zwischen der Europäischen Kommission, dem Europäischen Rat und dem Europäischen Parlament. Ein Ergebnis ist erst nach weiteren Gesprächen und politischen Einigungen zu erwarten. Bis dahin wollen die Region Murcia und ihre Partner aus der Zivilgesellschaft ihre Positionierungen einbringen und auf verbindliche Zusagen für soziale Inklusion dringen.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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