Murcia

Murcia bekräftigt Unterstützung für gehörlose und schwerhörige Menschen

Die Regionalministerin Conchita Ruiz betonte in Torreagüera zum Internationalen Tag der Gehörlosen den Ausbau von Angeboten und Förderungen und besuchte die neue Fesormu-Geschäftsstelle in Murcia.

Die Regionalministerin für Soziales, Familien und Gleichstellung, Conchita Ruiz, hat anlässlich des Internationalen Tages der Gehörlosen in Torreagüera die Unterstützung der Comunidad Autónoma de la Región de Murcia für die Gleichstellung gehörloser und schwerhöriger Menschen bekräftigt. Ruiz nahm an der Lesung eines Manifests im Rahmen der Internationalen Woche der Gehörlosen teil und besuchte anschließend die neue soziale Geschäftsstelle der Federación de Personas Sordas de la Región de Murcia (Fesormu) in der Stadt Murcia.

Ruiz hob die Bedeutung der Gebärdensprachen für gleichberechtigte Teilhabe hervor und nannte als Schwerpunkte barrierefreien Zugang zu öffentlichen Diensten, die Vermittlung von Gebärdensprachdolmetschen sowie die Begleitung in Bildung, Ausbildung und Beschäftigung. Nach Angaben der Regionalregierung stellt die Consejería de Política Social über das Instituto Murciano de Acción Social (IMAS) in diesem Jahr mehr als 100.000 Euro für das Projekt zur Aufrechterhaltung von Aktivitäten und Diensten für hörbehinderte Menschen bereit. Ziel sei es, alltagsrelevante Hürden abzubauen, die Autonomie zu stärken und Chancen zu erweitern.

Die Regierung verweist zudem auf Programme zur sozialen und beruflichen Eingliederung, die über IMAS koordiniert werden und mit kommunalen Sozialdiensten sowie Trägern der sozialen Initiative zusammenarbeiten. Dabei soll individuell zugeschnittene Unterstützung verfügbar sein, etwa Beratungsangebote, Orientierung im Zugang zu Leistungen und Hilfen am Übergang in Arbeit. Fesormu-Präsident Francisco Jesús Pérez betonte bei der Veranstaltung den Bedarf, bestehende Angebote für Beratung, Vermittlung und die Förderung der Gebärdensprache auszuweiten.

Hintergrund ist ein überregionaler rechtlicher Rahmen, der in Spanien mit dem Gesetz 27/2007 die Spanische Gebärdensprache und die Katalanische Gebärdensprache anerkennt und Unterstützungsmaßnahmen für barrierefreie Kommunikation regelt. In der Región de Murcia werden entsprechende Maßnahmen auf regionaler Ebene mit Projekten des IMAS unterlegt, die auf den Ausbau von Zugänglichkeit und Teilhabe zielen. Dazu zählen nach Regierungsangaben die Förderung von Verbandsstrukturen, Sensibilisierung in Verwaltungen und die Verbesserung der Erreichbarkeit von Diensten für Betroffene und ihre Familien.

Organisatoren und Regionalregierung verknüpften den Aktionstag mit einem Tag der offenen Tür in der neuen Fesormu-Geschäftsstelle. Dort wurden Angebote des Verbandsnetzwerks vorgestellt, das im Alltag dolmetschgestützte Kommunikation, Peer-Beratung und Informationsarbeit zu Rechten und Leistungen bereitstellt. Angaben zu weiteren Finanzierungsbausteinen oder neuen Rechtssetzungsinitiativen über die benannten Programme hinaus machte die Regionalregierung am Samstag nicht.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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