Politik

Montero und Rufián rufen in Madrid zum Streik am 11. November auf

Irene Montero und Gabriel Rufián mobilisieren in Madrid für die Proteste am 11. November und positionieren die Linke als eigenständige Kraft gegenüber dem PSOE.

Madrid, 7. November 2026 — Irene Montero (Podemos) und Gabriel Rufián (Esquerra Republicana de Catalunya) haben bei einem gemeinsamen Auftritt im Espacio Delicias in Madrid zur Beteiligung an den für den 11. November 2026 angekündigten Streik- und Protestaktionen aufgerufen. Montero forderte, an diesem Tag „die Straßen zu füllen und das Land zu paralysieren“, um politischen Druck für Maßnahmen gegen hohe Mieten sowie steigende Lebensmittel- und Energiekosten zu erzeugen. Rufián betonte, die beteiligten Formationen wollten als eigenständige linke Kraft auftreten und sich nicht dem PSOE unterordnen.

Die gemeinsame Veranstaltung war der zweite größere gemeinsame Auftritt beider Politiker in diesem Wahlkampf nach einem Termin im Oktober im barcelonischen Stadtteil Nou Barris. In Madrid setzten sie inhaltlich vor allem auf soziale Themen. Rufián sagte, Ziel sei eine Linke, die den Kurs bestimme, statt sich von der Sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens treiben zu lassen. Montero knüpfte ihre Unterstützung für künftige Regierungsmehrheiten an inhaltliche Zusagen, unter anderem zu Mietpreisdämpfung, günstigeren Grundnahrungsmitteln und Eingriffen gegen Energiepreissteigerungen.

Hintergrund der Mobilisierung sind für Mittwoch, den 11. November 2026, angekündigte Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen, die von mehreren gewerkschaftlichen und sozialen Plattformen getragen werden. Umfang und Wirkung der Aktionen lassen sich vorab nicht sicher beziffern und hängen von der Beteiligung größerer Belegschaftsteile und dem Vorgehen zentraler Gewerkschaften ab. Behörden verweisen auf die in Spanien üblichen Mindestdienste bei Streiks in kritischen Bereichen; entsprechende Verlautbarungen erscheinen im Boletín Oficial del Estado.

Die Wortwahl „das Land paralysieren“ ist eine politische Zuspitzung der Rednerin und keine amtliche Beschreibung. Konkrete Einschränkungen für Verkehr, Versorgung oder öffentliche Dienste waren bis zum Abend des 7. November nicht absehbar und werden erst am Aktionstag selbst zuverlässig zu beurteilen sein. Politisch zielt der Vorstoß von Podemos und Esquerra Republicana de Catalunya darauf, in der linken Wählerschaft Profil zu gewinnen. Beide Akteure unterstreichen, sie wollten nicht als bloßer Mehrheitsbeschaffer für den PSOE wahrgenommen werden.

Alle Angaben beruhen auf übereinstimmenden Berichten aus Spanien vom 7. November 2026 sowie auf bis zu diesem Datum veröffentlichten amtlichen Hinweisen.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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